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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

Pläne für eine neue Kita

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malentes Bürgermeister berichtet von Gesprächen über eine mögliche Kooperation nach dem Vorbild der Schön-Klinik in Neustadt

In Malente einen Betreuungsplatz für Kleinkinder zu ergattern, ist nicht einfach. Stellen Eltern auch noch besondere Ansprüche an die Betreuungszeiten, wird es noch schwerer. Doch Bürgermeister Michael Koch ließ für gestresste Eltern nun einen Silberstreif am Horizont erscheinen. „Ich bin mit einem Investor im Gespräch, der Interesse gezeigt hat, eine Kindertagesstätte in der Gemeinde zu errichten“, berichtete Koch im Anschluss an ein „Rathaus-Gespräch“. mit der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn. An der Unterredung im Haus des Kurgastes nahmen auch Mitglieder der Fraktionen teil.

Ob der Kita-Plan tatsächlich umgesetzt werde, sei auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit, erklärte Koch. Das sehe auch der Investor so. Bettina Hagedorn hatte zuvor für ein Modell geworben, wie es Neustadt in Zusammenarbeit mit der Schön-Klinik umgesetzt habe. Dort teilten sich Krankenhaus und Kommune die Betriebskosten und Belegrechte. Ein solches Projekt wäre auch ein Werbefaktor im Kampf um Nachwuchskräfte, sagte Hagedorn mit Blick auf Firmen wie Kendrion-Kuhnke, die Mühlenberg-Klinik oder die August-Bier-Klinik.

Gerade in Bäderorten wie Malente stünden Arbeitnehmerinnen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie ihre Kinder unterbringen wollten, sagte Hagedorn mit Blick auf die erforderlichen Betreuungszeiten. „Das können die Kommunen allein nicht wuppen.“

Zu den Themen gehörte auch die Situation der Flüchtlinge, sozialer Wohnungsbau und die Breitbandversorgung. Hagedorn stellte in diesem Zusammenhang die besonderen Anstrengungen des Bundes heraus, in den ländlichen Räumen für schnelle Internet-Verbindungen zu sorgen. „Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) und die Kommunen müssen sich keine Sorgen um die Finanzierung machen.“ Zusätzlich zu den bereits bewilligten vier Milliarden Euro sei für den Zeitraum von 2018 bis 2020 noch mal ein Nachschlag von 1,3 Milliarden Euro im Bundeshaushalt eingeplant.

Wann jedoch bei der jetzt angestoßenen Breitbandversorgung die weißen Flecken verschwänden, vermochte auch Hagedorn nicht zu sagen. So könnte der ZVO derzeit etwa Bad Malente-Gremsmühlen nicht mit schnellem Internet versorgen, weil dort bereits 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/Sek) erreicht werden. Glasfasernetze würden jedoch deutlich höhere Datenübertragungsraten erlauben.

Einigkeit herrschte beim Thema Flüchtlinge: „Wir wollen alles in unserer Macht stehende tun, damit es nicht zu einer Konkurrenzsituation kommt, etwa zwischen Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen“, sagte Hagedorn. Daher sprach sich Koch gegen die Absenkung von Baustandards bei Flüchtlingsheimen aus. Denn Bauten mit normalen Standards könnten später auch sozial Schwächeren zur Verfügung gestellt werden.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 18:04 Uhr

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