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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 12:38 Uhr

Paten für den Spielplatz gesucht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schönwalde startet Pilotversuch in der Spielplatzpflege / Ferienpass braucht hauptamtliche Hilfe

Die Spielplätze waren schon im Mai ein lange diskutiertes Thema im Schönwalder Sozialausschuss. Auf der jüngsten Sitzung suchte man erneut nach Lösungen den Pflegezustand zu erhöhen. Das Problem der Bungsberggemeinde: Das Personal des Bauhofes reicht nicht aus, alle anfallenden Arbeiten zeitnah zu erledigen. „Das Gras wächst von alleine“, beklagte Bürgermeister Hans-Alfred Plötner mit Augenzwinkern. Das Personal tue alles um etwa vom Tüv im Juli festgestellte Mängel zu beseitigen. Auf dem Spielplatz am Glinder Weg sei man auch dazu gekommen, die neuen Spielgeräte, die seit 2013 auf dem Bauhof lagerten, aufzubauen. Dennoch könnten die Mitarbeiter nicht überall sein. Der Rasen würde nicht nur auf den Spielplätzen nur unregelmäßig gemäht.

Um gerade diesem Übel zu begegnen, wagte Angela Hüttmann (SPD) einen erneuten Vorstoß mit ihrem Vorschlag von Spielplatz-Patenschaften. Hatte die stellvertretende Ausschussvorsitzende im Mai noch dem Bürgermeister zur Seite gestanden, reichte ihr der Hinweis auf den überlasteten Bauhof nicht mehr aus: „Wir können nicht immer nur mit den Achseln zucken und den Zustand hinnehmen.“ Bewegung in die Diskussion brachte das neue Ausschussmitglied Benjamin Ridders (CDU), den die Vorsitzende Sonni Lohse (CDU) kurz zuvor verpflichtet hatte. Ridders berichtete für den Zweckverband Ostholstein (ZVO) Pate einer Pumpstation zu sein. Der Vertrag zur Pflege des Rasens und der sie umgebenden Gehölze sei gerade erst für 2017 verlängert worden. Das erstaunte Hüttmann. Die Verwaltung hatte ihr gegenüber erklärt, dieses Verfahren als Muster für eine Spielplatzpatenschaft entfalle, weil der ZVO es habe einstellen müssen. Die Aufwandsentschädigung kollidiere mit den Gesetzen zum Mindestlohn, so die Begründung. Da dies augenscheinlich nicht der Fall sei, beschloss der Ausschuss für den Spielplatz am Glinder Weg einen Pilotversuch zu starten. Am 8. Oktober um 16 Uhr sollen alle Einwohner des Einzugsgebietes zu einem Gespräch über die Zukunft des Spielplatzes eingeladen werden. Dabei soll es auch um Wünsche und Vorstellungen der Anwohner gehen. Bis dahin will man die Grundlagen einer Patenschaft noch einmal geprüft haben.

Auf rein ehrenamtlichen Schultern wird der Ferienpass der Gemeinden Schönwalde und Kasseedorf zukünftig nicht liegen können. Das war das Fazit des Berichtes des Gemeindebeirates, der 2016 eingesprungen war, nachdem die Planung und Koordination nicht mehr durch Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule an der Friedrich-Hiller-Schule wahrgenommen wurde. Der Schulverband hatte sich hier angesichts angehäufter Überstunden zurückgezogen. Iris Görtz (SPD) hatte die Stunden der Ehrenamtlichen auf 32 summiert. Hinzu kämen noch einige Stunden, die im „stillen Kämmerlein“ für das Erstellen von Tabellen mit Ansprechpartnern und ähnlichem verbracht wurden. Zwar sei man jetzt mit dem Ferienpass auch online auf den Internetseiten der Schule und der Gemeinde, aber es müsse darüber gesprochen werden, wie durch professionelle und bezahlte Unterstützung die Last verteilt werden könne. Der Gemeindebeirat werde ungeachtet dessen gerne wieder Angebote im Ferienpass ausrichten. Bürgermeister Plötner wollte in erster Linie die Rolle Kasseedorfs im Ferienpass geklärt wissen. Einstimmig erging der Beschluss hier zunächst Gespräche zu führen und dann mit der Verwaltung Möglichkeiten der Unterstützung zu klären.

Für die Betreuung der Jugendlichen im Jugendtreff wird die Gemeinde auf die Suche nach neuem Personal gehen müssen. Lena van Rüschen kündigte an sich zukünftig nur noch in der Offenen Ganztagsschule engagieren zu wollen, weil von den Jugendlichen zu wenig Resonanz auf ihre Angebote komme: „Sie wollen sich einfach nur treffen und chillen. Das akzeptiere ich, aber es ist nicht mein Anspruch.“ Die Kinder in der Schule gäben ihr positiveres Feedback.

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