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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 18:51 Uhr

Parkregeln sollen zur LGS bleiben

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hauptausschuss diskutiert über die Parkraumbewirtschaftung der Innenstadt während des Großereignisses / Erste Händler sehen es positiv

Die Schilder mit der neuen Parkregelung in der Eutiner Innenstadt hängen noch keine zwei Wochen – und trotzdem ist das Parken wieder eines der großen Themen im Hauptausschuss am Dienstag ab 18.30 Uhr im Rathaus. Wie können der Parksuchverkehr in der Innenstadt während der Landesgartenschau (LGS) vermieden oder reduziert werden und die Innenstadt zugunsten der Kunden, die in Eutin einkaufen wollen, dennoch mit dem Auto erreichbar bleiben?

Der Vorschlag der Verwaltung während der LGS lautet vereinfacht wie folgt: Der Berliner Platz wird zum Tagesparkplatz (5 Euro), ausgenommen die Parkreihe vor dem Einkaufsmarkt. Anwohnerparken wird am Rand des Ihlpools, in der Oldenburger Landstraße und in der Robert-Schade-Straße für den LGS-Zeitraum eingerichtet. „Für Gewerbebetriebe besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer kostenpflichtigen Ausnahmegenehmigung dort zu parken“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Im restlichen Stadtgebiet soll die neu angebrachte Beschilderung – von 15 bis 19 Uhr mit Parkscheibe maximal zwei Stunden Parkzeit – auch weiterhin gelten. Die kostenpflichtigen Parkplätze mit Ticket zwischen 9 und 15 Uhr bleiben. Die kostenfreien Plätze in der Heinrich-Westphal-Straße und am Jungfernstieg sollen erhalten bleiben. Alle Regelungen gelten während der LGS von Montag bis Sonntag. Über den Kreis-Parkplatz soll noch gesprochen werden.

Im Gewerbegebiet hinter der Eisenbahnbrücke ist der Großparkplatz für die LGS. Die Parkstreifen ringsum sollen im gesamten Bereich zu eingeschränkten Halteverbotszonen erklärt werden, in denen die Gewerbetreibenden mittels Ausnahmegenehmigung weiter parken dürfen. Ein Teil der Parkstreifen soll als Wohnmobilplatz gekennzeichnet werden, heißt es weiter. Um den erhöhten Kontrollbedarf zu decken, werden zwei neue Teilzeitkräfte für die Parkraumüberwachung eingestellt.

Parksuchverkehr wird sich trotz aller Beschilderungen nicht vermeiden lassen, das steht auch in der Verwaltungsvorlage. „Von den Autobahnen und Bundesstraßen wird aber nur der Großparkplatz der LGS ausgeschildert werden“, sagte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt gestern auf Nachfrage. Das Stadtmarketing arbeite gemeinsam mit der LGS gerade an einer intensiven Beschilderung, die die Menschen fußläufig durch die Innenstadt vom Bahnhof zum Gelände und von dort durch die Stadt führe.

Das Schwierige an der Parkraumbewirtschaftung zur LGS sei, dass die Innenstadt für die Einheimischen und Besucher trotzdem attraktiv sein solle. „Wir wollen den Menschen, die in die Stadt wollen, den bestmöglichen Zutritt bieten. Der Großparkplatz ist für die LGS-Besucher, die Stadt für die Stadtbesucher“, betonte Stein-Schmidt. Dass kostenfreie Parkplätze oder Flächen mit Parkscheibe eine Konkurrenz zum Großraumparkplatz schaffen können, wird indes bezweifelt. „Tagesticket-Inhaber und Gartenschaubesucher allgemein haben in der Regel ein strammes Programm und reisen vormittags an“, sagte Stein-Schmidt. Ein Parkplatz mit zeitlicher Begrenzung sei da nicht attraktiv.

Der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Klaus Hoth, wollte gestern noch keinen Kommentar dazu abgeben, erst den Infotermin bei der LGS abwarten. Marco Koschinat, Geschäftsmann am Rosengarten, ist froh, dass der Verkehrsversuch zur LGS nicht kommt: „Wenn es bleibt, wie es ist, sind wir es ja nicht anders gewöhnt.“ Schon jetzt habe er sich umgestellt und fahre zu seinen Kunden, um keine zu verlieren. Auch andere Händler zeigten sich positiv überrascht: „Wenn das so bleibt, finde ich es gut.“

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erstellt am 19.Feb.2016 | 18:30 Uhr

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