zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 19:16 Uhr

Parkplatz und Konzertfläche?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hauptausschuss berät erstmals ein Nachnutzungskonzept für LGS

Die Landesgartenschau (LGS) wird am Abend des 3. Oktober ihre Tore schließen, und in den folgenden Tagen und Wochen wird der Rückbau von Bauten, Einrichtungen und Beeten beginnen. Die Diskussion darüber, was von Einrichtungen der LGS erhalten bleibt und vor allem wie es künftig verwaltet werden soll, hat begonnen. Der städtische Hauptausschuss berät am kommenden Dienstag (6. September) um 18.30 Uhr im Rathaus erstmals ein sogenanntes Nachnutzungskonzept, das die Verwaltung vorgelegt hat.

Klar ist: Der Seepark wird wieder öffentliche Grünanlage, die Spielangebote und Steganlagen sollen bleiben, ebenso wird die neu gestaltete Stadtbucht, der Schlossgarten samt historischer Küchengarten wieder der Öffentlichkeit ohne Eintrittsgeld zugänglich sein.

„Das Bauhofareal ist mit seiner Möblierung und den großzügigen Rosenbeeten vollständig als Daueranlage hergerichtet,“ heißt es in dem Konzept der Verwaltung, „auch die zur LGS fertiggestellte, neue Erschließungsanlage mit Straße und Parkplatz am Lindenbruchgraben stellt schon den Endausbau dar. Daraus folgt, dass der Bauhof nicht mehr über die Straße Am Schlossgarten anfahrbar sein wird.“

Der alte Kuhstall soll dem Neubau einer Jugendherberge weichen, sobald das Jugendherbergswerk einen konkreten Bauwunsch äußert. Die beiden sanierten Torhäuser sollen für kulturelle Zwecke und als Veranstaltungsort genutzt werden. Das benachbarte Vogthaus will die Sparkassenstiftung sanieren und zum Lernort (Bildung für nachhaltige Entwicklung) machen. Für die Fläche der Kulturgärten gibt es bereits einen Bebauungsplan, der den Bau von Wohnhäusern vorsieht.

Es gibt aber auch eine Reihe von offenen Fragen, die beantwortet werden sollen. Dazu gehört die Zukunft des ehemaligen Parkplatzes am Schloss, auf dem zurzeit die große LGS-Bühne steht: Der Platz werde wieder als Stellplatzfläche hergerichtet, heißt es im Konzept. Es stelle sich aber die Frage, ob dort wieder ein kostenfreier Dauerparkplatz entstehen solle oder eine Bewirtschaftung nicht sinnvoller wäre: „Parkscheinautomaten sind bereits für den temporären Bootsbetrieb beschafft worden und könnten hierfür eingebaut werden.“ Nach den sehr positiven Erfahrungen bei der LGS sollte der Platz als besonderer Veranstaltungsort weiter zum Beispiel für Musikveranstaltungen genutzt werden, empfehlen die Konzeptautoren.

Der zurzeit als Haupteingang der LGS dienende Bereich soll Wohnmobilstellplatz werden, Streuobstwiese und „Klimaschutzhain“ sollen ebenso erhalten bleiben wie der Zugang zum Wasser und zum Bootsanlegesteg. Offene Frage: Wer betreibt den Wohnmobilstellplatz? Die FDP-Fraktion hat dazu gestern in einem Antrag für die Ausschuss-Sitzung vorgeschlagen, dass diese Aufgabe den Eutiner Stadtwerken übertragen werden sollte.

Ebenfalls unklar ist die Zukunft des Küchengartens: Sowohl die Stiftung Schloss Eutin als auch die Stadt hätten großes Interesse daran, die mit umfänglicher EU-Förderung entstandene gartenhistorisch einmalige Anlage zu erhalten. „Vor dem Hintergrund des geplanten Engagements der Sparkassenstiftung im Bereich des Vogthauses für ein Programm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung ist der Gedanke entstanden, dass dieses Programm sich auch auf den Bereich des Küchengartens bezieht.“ Für ein schlüssiges gartenbauliches Nutzungskonzept empfiehlt die Verwaltung, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Die Aktiv-Region habe bereits signalisiert, dass eine solche Machbarkeitsstudie förderfähig wäre. „Insbesondere soll die Machbarkeitsstudie klären, welche baulichen, gartenpflegerischen und finanziellen Voraussetzungen für die Initiierung und den dauerhaften Betrieb eines nachhaltigen ,Grünen Klassenzimmers‘ gegeben sind.“

Neben den Fragen zur Zukunft des Parkplatzes am Schloss und zum Küchengarten stehen auch noch auf der Arbeitsliste der Stadtvertretung: Eine Parkordnung für den Seepark? Geht die Einbindung von Ehrenamtlichen bei der Pflege der Grünanlagen? Soll die Seebühne im Seepark bleiben? Wie soll die neue Erschließungsstraße heißen?

zur Startseite

von
erstellt am 31.Aug.2016 | 16:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen