zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 08:04 Uhr

Papierlose Gremienarbeit wird kommen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die papierlose Gremienarbeit hält Einzug in die Bosauer Gemeindevertretung. Künftig sollen den Gemeindevertretern die Unterlagen digital auf einem Tablett serviert werden. Die SPD-Fraktion um Birgit Steingräber-Klinke sprach sich allerdings dagegen aus, wollte sie das Geld dafür doch lieber zunächst in der Gemeinde in die Voraussetzung für schnelles Internet investieren.

Frank-Michael Sobieski (Grüne) erklärte das Prinzip: Unterlagen müssten nicht mehr von Mitarbeitern auf Papier kopiert werden. Sie würden digitalisiert und per Datenleitung auf die Tabletts der Gemeindevertreter geschickt. So machen das bereits viele Kommunen im Umkreis. Bürgermeister Mario Schmidt stellte auch in Aussicht, dass das Amt Großer Plöner See mit dem System liebäugele. Dann würde es gemeinsam günstiger. Es wird damit gerechnet, dass erst die neue Gemeindevertretung ab 2018 von der digitalen Gremienarbeit partizipiert.

„Wir sollten erst das Internet in der Gemeinde Bosau verbessern“, riet Birgit Steingräber-Klinke. Es sei sicherlich ein gutes System, aber es müssten dafür auch die Voraussetzungen geschaffen werden. Und die liege eben im guten Ausbau des Internets in der Gemeinde Bosau.

In der Einwohnerfragestunde ging es um Windkraft und den aktuellen Stand in der Gemeinde. Es stimme, so Mario Schmidt, dass Landwirte bereits Vorverträge mit Betreibern von Windkraftanlagen geschlossen haben. Arnold Duwensee von der gleichnamigen Hundeschule in Tedrahnshöhe fürchtete gar um seine Existenz, wenn die Windräder gebaut würden und kündigte unter Applaus anderer Zuschauer an: „Ich werde einen Anwalt einschalten.“

Mario Schmidt berichtete vom bisher einjährigen Planungsstopp. Das LLUR aus Flintbek habe jetzt ein Verfahren vorgeschlagen, „das wir eigentlich nicht wollen“. Der gemeindliche Bauausschuss werde am Dienstag, dem 8. November, dazu tagen und eine Empfehlung der Gemeinde zur Genehmigung oder Versagung der Windräder abgeben. Auch, wenn die Gemeinde Bosau die beantragten Windräder nicht wolle, könnte sie vom LLUR aus Flintbek überstimmt werden.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Okt.2016 | 16:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen