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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:13 Uhr

„Operette ist nicht Oper“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kritik der Kulturstiftung an neuem Spielplan für Eutin

In bemerkenswerter Geschwindigkeit hat das Kuratorium der kreiseigenen Stiftung für Kultur und Erwachsenenbildung gestern den Haushalt für 2017 einstimmig beschlossen. Die davon betroffenen Einrichtungen sollen alle ein paar Prozent mehr Geld bekommen, womit auch Lohnerhöhungen abgedeckt würden.

Beate Sieweke (Kreisbibliothek), Dr. Julia Hümme (Ostholstein-Museum) und Petra Marcolin (Kreismusikschule) zeigten sich zufrieden, und an ihrer Seite Dr. Frank Baudach und Dr. Axel Walter von der Landesbibliothek, die allerdings über einen separaten Topf finanziert wird.

Die Kulturstiftung des Kreises stellt wieder 25  000 Euro für die Eutiner Festspiele bereit. Es war das einzige Thema, das angesprochen wurde und ausnahmslos kritische Stimmen aus fast allen Fraktionen erntete. Ausschuss-Vorsitzender Harald Werner (CDU) hatte den Reigen mit dem Hinweis eröffnet, dass er sowohl von der Verpflichtung der Intendantin Dominique Caron am Stadttheater Hagen als auch von der Ankündigung überrascht worden sei, dass es im Spielplan 2017 nur eine Operette stehe. Vor der Ankündigung einer so grundlegenden Änderung in der Presse wäre eine Information des Kuratoriums angebracht gewesen: „Der Name Eutin ist mit Oper verknüpft, nicht mit Operette.“

„Man muss sich doch fragen: Will ich eine Operette fördern?“, pflichete Gerhard Fritsche (SPD) bei. Karlheinz Jepp hatte auch Verwunderung in der SPD-Fraktion über Entscheidung und Informationspolitik der Festspiele geschildert.

„Ich bin nicht glücklich darüber, Operette ist nicht Oper, Eutin hat hier immer einen anderen Anspruch gehabt“, sagte Margret Möller (FDP). Harald Werner kündigte an, dass man die nächste Sitzung in der Opernscheune ansetzen und sich von der Geschäftsführung um Auskunft über künftige Konzeption der Festspiele erbitten werde.

Die Festspiele waren dieses Jahr wegen der erschwerten Bedingungen durch die Landesgartenschau höher gefördert worden: Der Kreis hatte 35  000 Euro (10  000 zusätzlich) bewilligt, die Stadt 105  000 und das Land 110  000 (beide jeweils 30  000 mehr).

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erstellt am 10.Nov.2016 | 18:11 Uhr

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