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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 02:24 Uhr

„Ohne Sie läuft nichts“ – Lütjenburg würdigt Flüchtlingshelfer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lütjenburg bedankt sich bei den vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, die sich in den letzten Monaten intensiv um die Flüchtlinge im Amtsbereich und der Stadt gekümmert haben. „Sie haben ihre Zeit für die Menschen gegeben. Sie fragten nicht: Schaffen wir das? – sondern sie sagten: Wir machen das!“

Amtsvorsteher Volker Schütte-Felsche und Bürgermeister Dirk Sohn luden Mittwochabend ins Rathaus, um sich bei ihnen mit der Ehrennadel des Landes „Helfende Hände“ für ihr Engagement im Namen auch von Ministerpräsident Torsten Albig zu bedanken. 52 von ihnen trafen sich im Ratssaal des Lütjenburger Rathauses zur Ehrung.

Unter Empfängern der Nadel war auch Joleen Timm, die mit acht Jahren jüngste der ehrenamtlichen Helfer. Im Rahmen des Internationalen Cafés spielte sie jeden Mittwoch vor und im Gemeindehaus mit Flüchtlingskindern und brachte ihnen Deutsch bei. Ihre Oma hatte sie mitgenommen und sie war einfach dabei geblieben, tanzte mit den Flüchtlingskindern und erklärte ihnen das Leben aus ihrer Sicht. Und fand dabei sogar mit Gisale eine Freundin, wie sie erzählt. Ältester der Helfer war Joachim Geith aus Lütjenburg mit 80 Jahren. Er kümmert sich um die Aufarbeitung von Fahrrädern für Flüchtlinge.

300 Flüchtlinge seien aufgenommen worden. „Mehr als die Erstaufnahme hätten die Mitarbeiter des Amtes alleine nicht geschafft“, so Volker Schütte-Felsche. Mit den steigenden Zahlen sei das Amt nicht in der Lage gewesen, diese Situation zu bewältigen. „Daneben entwickelte sich ein ehrenamtliches Engagement, wie wir es seit langer Zeit nicht mehr erlebt haben.“

Die Helfer hätten sich der Menschen angenommen, sich um sie gekümmert, ihnen geholfen. Hätten sie begleitet, die Umgebung gezeigt, Fahrräder organisiert und Sprachunterricht gegeben. „Sie haben sich als Pate um die Menschen gekümmert.“ Das sei gelebte Hilfebereitschaft und Ausdruck einer praktizierten Willkommenskultur. „Ohne ehrenamtliches Engagement wird es nicht gelingen die Integration unserer Flüchtlinge in unserer Gesellschaft durchzuführen“, so Schütte-Felsche.



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erstellt am 28.Apr.2016 | 10:56 Uhr

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