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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 11:51 Uhr

Nur sieben Mal in die „10“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bengt-Ole Bracke schießt mit Pfeil und Bogen bei den deutschen Meisterschaften insgesamt 579 Ringe

Ein Glück ist für den Norddeutschen Schützenbund, dass es den Europameister Florian Kahlund vom SSC Fockbek gibt. Er gewann in einem packenden Finale mit der zunächst viertbesten Leistung von 655 Ringen in der Qualifikation am Ende mit 6:2 im Knock-out-System den deutschen Meistertitel gegen Sven Herzig vom
SSC Ehingen. Für die beiden Ostholsteiner und die weiteren neun Vertreter aus Schleswig-Holstein gab es nichts zu gewinnen.

Mit dem Compound-Bogen schoss Stefan Dost vom SV Göhl mit 668 Ringen deutlich besser als bei seinem Titelgewinn im Norddeutschen Schützenbund mit 652. Dennoch war er mit Rang neun unter 39 zugelassenen Altersschützen (50 bis 65 Jahre) nicht zufrieden. „Man kennt das ja: Schützen und die Ausreden“, sagte er lächelnd zu seiner mitgereisten Frau Ute. „Aber die extra gekauften Pfeile hatten unrunde Spitzen, damit ging es einfach schlecht. Nach 328 Zählern zur Halbzeit spürte ich das und nahm dann meine alten.“ Und siehe da, sie fanden besser ins Gold. Mit den folgenden 340 war er zufrieden. Kommentar vom Kreissportleiter Joachim Schütt: „Der Titel ging für 684 Ringe an Peter Weyerer aus Bayern. Mit einer guten Leistung wie in Runde zwei hätte Stefan Dost vielleicht auf dem Treppchen stehen können.“

In der Juniorenklasse mit dem Recurve-Sportbogen wollte Bengt-Ole Bracke vom Griebeler SV sein Landesmeisterschaftsresultat von 593 Ringen verbessern. Beim Training vor wenigen Tagen lief alles nach Plan. „Naja, ein wenig öfter hätte ich schon üben können. Das Wetter war für’s Bogenschießen gut, aber ich bin einfach nicht in meinen normalen Rhythmus gekommen. Die 288 Ringe der ersten Hälfte und insgesamt nur sieben Zehnen zeigen das“, war seine selbstkritische Analyse. Nach weiteren 291 Ringen stand er mit 579 in der Ergebnisliste der Nachwuchsschützen auf Platz 19 von 27. Überzeugender Meister wurde mit 658 Zählern Konrad Komischke aus Jena.

Die mitgereisten Schleswig-Holsteiner drückten Jaqueline Hansen vom SSV Jerrishoe die Daumen, schließlich hatte die Juniorin schon einmal Bronze gewonnen. Im Vorkampf unter 16 jungen Damen lag sie noch mit 593 Ringen auf Platz fünf, gegen die Zwölfte schied sie aber mit 4:6 in der ersten Finalrunde gleich aus. Damit wird sie am Ende mit anderen Starterinnen als Neunte geführt.

Genau so erging es Sebastian Hamdorf vom SSC Berlin aus dem Kreis Segeberg. Zunächst war er mit 696 Ringen in der Disziplin Compound der Männer als Fünfter nicht weit vom da noch führenden Paul Tilscher aus Niedersachsen mit seinen 701 entfernt. In der ersten Ausscheidungsrunde unterlag er aber unglücklich mit 143:144 und steht insgesamt ebenfalls auf Rang neun.

Einen undankbaren vierten Rang unter 18 Teilnehmerinnen gab es durch Christine Kahlund vom SSC Fockbek mit dem schlichten Blankbogen bei den Frauen. Große Aufmerksamkeit genoss natürlich die Silbermedaillengewinnerin von Rio de Janeiro. Lisa Unruh vom BSC BB Berlin erreichte wie erwartet das Goldfinale, unterlag aber mit 4:6 Katharina Bauer von der BSG Raubling aus Bayern.

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erstellt am 02.Sep.2016 | 21:07 Uhr

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