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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 05:09 Uhr

Eutin : Neues Büro für Flüchtlingshilfe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das ehemalige Katasteramt wird bewohnt: Die Anlaufstelle für Asylbewerber ist ab sofort in einer der städtischen Unterkünfte, jetzt mit drei Mitarbeitern.

Die Stadt Eutin hat jetzt eine zentrale Anlaufstelle für die Flüchtlingshilfe: Die Büros der Flüchtlingskoordinatorin Sophia Schutte und ihrer beiden neuen Mitarbeitern Sven Meyer und Bettina Peschko-Dinzad sind ab sofort im Erdgeschoss der neuen Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Katasteramt. Das Land hat den Umbau in eine Unterkunft mit 25  000 Euro gefördert.

Das kleine Büro in der Albert-Mahlstedt-Straße im Haus des Ordnungsamtes sei einfach zu klein gewesen für all die Aufgaben, sagte Schutte gestern. Ging es 2015 noch um die „Notversorgung der Flüchtlinge“ in erster Linie mit Wohnraum, so liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr klar beim Thema Integration. Schutte: „2015 war eine stressige Zeit. Aber die Arbeit jetzt ist wesentlich intensiver und anstrengender.“ Die Probleme und Sorgen mit denen Flüchtlinge zu ihr und den neuen Kollegen kommen, reichen von Begleitung bei Arztbesuch bis Kinderkriegen; Familienprobleme bis Integrationskurs und letztlich das Integrieren in den Arbeitsmarkt und Finden der eigenen Wohnung.

Klemens Nitsche, zuständiger Fachbereichsleiter dazu: „Der Wohnungsmarkt in Eutin und Umgebung ist nahezu leer. Wir haben viele anerkannte Asylbewerber, die in eine eigene Wohnung könnten und den Platz in kommunalen Unterkünften frei machen könnten. Doch das klappt nicht, wenn es nichts gibt. Und Projekte für sozialen Wohnungsbau sehe ich derzeit hier noch nicht.“ Derzeit sei der Platz in den Unterkünften aber nicht so knapp, wie noch vor einem Jahr. Im Katasteramt sind gerade vier Zimmer belegt, Platz ist für 40; im Redderkrug leben 30 von möglichen 60 Asylbewerbern und die Mietverträge der Häuser in der Seestraße seien gerade verlängert worden. „Das entspannt die Lage wirklich“, sagt Schutte. Es hänge von politischen Fragen ab, inwieweit die Flüchtlingssituation so bleibe oder die Zahl der Neuankömmlinge steige. Derzeit kommen etwa zwei pro Woche in Eutin an.

Die drei Kollegen der Flüchtlingshilfe sind für alle der insgesamt rund 360 in Eutin lebenden Flüchtlinge zuständig, rund 240 sind davon Eutin zugewiesene Flüchtlinge. „Wir kümmern uns aber um alle, auch Zugezogene und deren Familien“, so Schutte.



Bis September ist das Büro werktags vormittags besetzt und telefonisch unter Tel. 04521/4017011, danach sind feste Zeiten geplant.


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erstellt am 20.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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