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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 09:27 Uhr

Neue Kooperation will Landrätin behalten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

SPD, Grüne, FWG, Linke und der Klaus Blöcker (CDU) haben sich gestern knapp ein Jahr vor Ende der Wahlzeit auf die Wiederwahl von Stephanie Ladwig als Landrätin des Kreises Plön verständigt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben sie bekannt, auf eine Ausschreibung verzichten zu wollen. Die Wahl soll in der Sitzung des Kreistages am 15. Dezember erfolgen. CDU und FDP favorisieren offenbar eine Ausschreibung.

„Stephanie Ladwig ist eine kompetente und sehr gute Landrätin mit der ich gern zusammenarbeite“, sagte Lutz Schlünsen (SPD) im Namen der 27 Abgeordneten einer neuen Kooperation zur Landratswahl. Ladwig führe die Verwaltung gut, zeige Engagement und arbeite Themen ab. Schlünsen habe vor Ostern mit allen Fraktionen gesprochen und eine Absage von der CDU erhalten.

Die 49-jährige Stephanie Ladwig freute sich über die Zustimmung. Sie habe eine hohe Motivation und Begeisterung, mag ihren Job und die Möglichkeit der Gestaltung: „Wir haben viel gemeinsam beweg.“ Rückblickend nannte sie unter anderem den Notarztstandort Lütjenburg, die Mobilität in vielen Facetten, Breitbandversorgung als Zukunftsprojekt oder die Auswirkungen des Finanzausgleichsgesetzes mit der Haushaltskonsolidierung.

Bettina Hansen (FWG) zeigte sich stolz, so eine kompetente Landrätin im Kreis Plön zu haben. Sie sei sachorientiert und transparent unterwegs. Axel Hilker (Grüne) sprach von einer guten Wahl und einer guten Verwaltungsjuristin, die einen guten Umgang mit dem Plöner Kreistag pflege.

Für Bernd Friedrich (Linke) führt die Landrätin ihre Behörde ordentlich: „Es hat sich klimatisch etwas zum Positiven verändert.“ Klaus Blöcker hat nach eigenen Angaben fünf Landräte erlebt und fühlte sich mit der Wahl Ladwigs schon vor fünf Jahren bestätigt. Er sei gegen eine Ausschreibung: „Ein Unternehmen behält seine guten Leute an Bord und setzt sie nicht auf die Straße“, sagte Blöcker. Für ihn zähle Qualifikation: „Diese Frau ist klasse.“ Stephanie Ladwig freute sich über die Vertrauensbeweise: „Wir wollen besser miteinander als übereinander reden und so gemeinsame Lösungen für den Kreis finden.“

Martin Wolf (FDP) goss gestern etwas Wasser in den süßen Wein: „Die FDP widerspricht diesem Vorgang energisch. Die Demokratie lebt vom Wettbewerb der Meinungen.“. Es habe sich gezeigt, dass politische Entscheidungen dann reiften und konsensfähig seien, wenn um sie in der Sache politisch gestritten und wenn um Entscheidungen gerungen werde. Es stelle keine Abwertung der Meriten der gegenwärtigen Landrätin dar, wenn das vorgesehene Verfahren mit Ausschreibung und Besten-Auswahl einhalten werde. Wahlen seien keine „pro Forma“-Verfahren, sie seien das Gegenteil von Akklamationen oder der Verteilung von Erbhöfen.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 13:27 Uhr

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