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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 09:13 Uhr

Neue Inszenierung und neues Orchester

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutiner Festspiele wollen mit „Carmen“ und mit „KaPhil!“ überraschen

Als „total toll“ beschreibt Chefdirigent Leo Siberski seine Arbeit mit dem neugegründeten Kammerphilharmonie-Orchester für die Premiere von „Carmen“ an diesem Freitag ab 20 Uhr bei den Eutiner Festspielen, doch es sei auch eine große Herausforderung: neue Leute, neue Akustik, neue Sänger.

55 hauptsächlich freie Musiker aus aller Welt – von Venezuela über Japan, Spanien, Portugal und Polen – geben unter dem Namen KaPhil! ihr erstes Konzert bei der „Carmen“-Premiere am Freitag ab 20 Uhr. 35 Probenstunden haben sie dann hinter sich an insgesamt neun Probentagen – mit einem Chefdirigenten, den „Carmen“ schon seit langer Zeit in seiner Musikerkarriere begleitet. „Kurz vor dem Stimmbruch habe ich bei ‚Carmen‘ im Kinderchor Hannover mitgesungen“, sagt Siberski und zeigt sich bis heute begeistert von der Vielschichtigkeit der Bizet-Oper. „Neben den Blockbuster-Musikstücken hat die Oper eine sehr schöne Musikdramaturgie. Die ruhigen atmosphärischen Parts wechseln mit den psychologischen, temperamentvollen.“ Siberski kann gar nicht aufhören, zu schwärmen: „Es ist Wahnsinn, mit welcher Liebe zum Detail sich Georges Bizet die Mühe gab die Charaktere zu gestalten, mit so viel Farbe des Orchesters.“ Sein Ziel sei es: „Carmen“ so zu spielen, wie Bizet sie gemeint hat.

In der Endprobenzeit sei es immer wuselig. „Wir müssen die vielen kleinen Rädchen perfekt aufeinander abstimmen. Ich bin da sehr guter Dinge, wir hatten schon viele tolle Momente“, sagt Leo Siberski.

Er schätze die Zusammenarbeit mit der Intendantin Dominique Caron, die sich – obwohl sie die Oper erst 2013 inszenierte – für eine völlig neue „Carmen“ geöffnet hat. „Sie wollte es völlig neu denken und hat das auch von den Musikern verlangt, die teils 2013 schon einmal auf der Bühne hier standen. Das ist toll“, sagt Siberski. „Die Besucher erwartet in diesem Jahr eine komplett neue Inszenierung der ‚Carmen‘, die nur skeletthaft zurückgreift auf das, was vor drei Jahren gespielt wurde.“

Und auch die Intendantin ist voll des Lobes und „ganz begeistert von der Zusammenarbeit“, sagt Festspiele-Geschäftsführerin Sabine Kuhnert.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 00:00 Uhr

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