zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

28. September 2016 | 03:43 Uhr

Neuanfang mit 1000 Dauerkarten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hamburg Crocodiles stehen in der Eishockey-Oberliga vor dem Neubeginn

Mit Christoph Schubert lief am Freitag ein ganz „Großer“ des deutschen Eishockeys in Timmendorf auf. Der 34-Jährige hat über 300 Spiele in der weltbesten Liga, der NHL, für die Ottawa Senators und Atlanta Trashers absolviert, ist vielfacher deutscher Nationalspieler und WM-Teilnehmer. In der vergangenen Saison war er Kapitän des DEL-Clubs Hamburg Freezers. Nach deren Aus im Frühjahr entschied sich Christoph Schubert überraschend, in Hamburg zu bleiben und beim Aufbau der Crocodiles zu helfen.

Ostholsteiner Anzeiger:Von der DEL in die Oberliga. Was ist für Sie der größte Unterschied im Training oder Spielbetrieb zwischen erster und dritter Liga?

Christoph Schubert: Der Unterschied ist gar nicht so groß. Die Oberliga wird vielfach unterschätzt. Auch hier wird Eishockey gespielt. Es sind halt die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied ausmachen.

Die Crocodiles hatten in den Vorjahren recht wenige Zuschauer – jetzt sind schon rund 1000 Dauerkarten im Vorverkauf abgesetzt. Wie ist es den Crocodiles gelungen, so viele – wahrscheinlich Freezers-Fans – für die Oberligamannschaft zu begeistern?

Das hat mit meinem Bleiben in Hamburg zu tun, weil darüber ja sehr viel und oft in den Medien berichtet wurde. Letztlich kam die Entwicklung fast von allein, wobei uns die 1000er Marke, die wir hoffentlich noch schaffen, riesig freut. Es macht uns stolz, was wir in nur drei Monaten geschafft haben.

Viele Oberligisten haben sich im Sommer kräftig verstärkt. Welche Teams sind ihre Favoriten und wo wollen Sie mit den Crocodiles landen?

Da sind in ersten Linie mit üblichen Verdächtigen, wie Duisburg und Tilburg, mit ihren großen Etats zu nennen. Da können wir noch nicht mithalten, auch wenn wir eine gute Truppe zusammen haben. Wir wollen insbesondere bei Heimspielen eine Macht werden und streben am Ende einen Platz im oberen Mittelfeld an.

Die Crocodiles planen ja mittelfristig mit einem Aufstieg. Wann ist die zweite Liga für Ihr Team nach Ihrer Meinung realistisch zu erreichen?

Als wir angetreten sind, haben wir einen Vier-Jahres-Plan aufgestellt. Zunächst gilt es, uns auf und neben dem Eis zu verstärken und weiter zu entwickeln. Da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Wenn alles passt, wollen wir im Jahr 2020 das Unternehmen Zweite Eishockeyliga angreifen. Aber dazu gehört natürlich auch etwas Glück, wie zum Beispiel, dass unsere Spieler von Verletzungen verschont bleiben.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2016 | 22:28 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen