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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 16:40 Uhr

Nach vier Jahren: grünes Licht für neues Sprüttenhus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Etwa vier Jahre sind vergangen, seit die Feuerwehrunfallkasse der Gemeinde Süsel eine Mängelliste für das Sprüttenhus in Röbel erstellt hatte. Donnerstagabend verabschiedete die Gemeindevertretung einstimmig einen Bebauungsplan, der die Grundlage für den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in direkter Nachbarschaft zum alten Gerätehaus schafft. Nachdem der Kreis vor ein paar Tagen auch die Baugenehmigung erteilt hat, könnte tatsächlich noch in diesem Herbst der erste Spatenstich erfolgen.

Der „historische“ Beschluss fiel in einer historisch kurzen Sitzung: Nach nicht mal 45 Minuten hatten die Gemeindevertreter in der Bujendorfer Schützenhalle ein Dutzend Tagesordnungspunkte abgehandelt, der bedeutendste darunter das Startsignal für den Bau des neuen Feuerwehrhauses auf der 25 Jahre alten Streuobstwiese am Röbeler Ortsrand Richtung Bujendorf.

Seit Herbst 2012 war der Handlungsbedarf für das Domizil der Feuerwehrleute bekannt, richtig Schwung kam aber erst in die Überlegungen der Gemeindepolitiker, als die Feuerwehrunfallkasse eine Frist setzte: bis 30. Juni 2014 müssten die Mängel abgestellt sein.

Angesichts der riesig klaffenden Lücke zwischen den Forderungen eines modernen Feuerwehrhauses und den Möglichkeiten in dem alten Sprüttenhus war schnell klar, dass ein neues Haus gebaut werden muss. Aber die finanziellen Möglichkeiten und die Standortsuche beförderten einen Entscheidungs- und Diskussionsprozess, der deutlich über die von der Feuerwehrunfallkasse gesetzte Frist hinaus ging.

Zwischenzeitlich waren es Kosten von rund 600  000 Euro, mit denen der Architekt noch vor einem Jahr kalkulierte und deren Höhe die Gemeindevertretung zaudern ließ. Fahrt nahm die Planung auf, als es für dieses Jahr die Zusicherung des Landes gab, dass es eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 410  000 Euro zur Verfügung stellt. Nach der aktuellen Planung sollen nun 660  000 Euro in das neue Haus fließen.

Zu den bis zuletzt ungewissen Nebenkosten gehörten die Aufwendungen für den naturschutzrechtlich geforderten Ausgleich, da für den Bau eine Streuobstwiese weichen muss. Die war vor gut 20 Jahren als Ausgleichsfläche für die Röbeler Dorferneuerung und den Ausbau der Kreisstraße von Röbel nach Bujendorf gepflanzt worden.

Im Bau - und Umweltausschuss war noch vor knapp zwei Wochen um die Kosten für eine neue Streuobstwiese gerungen worden, die als Ersatz am Zarnekauer Sportplatz angelegt werden soll. Die Verwaltung hatte bis zur Sitzung der Gemeindevertretung die Kosten verschiedener Modelle ermittelt. Danach wird die Lösung in Zarnekau die preisgünstigste.

Unter den weitgehend einstimmigen Beschlüssen der Vertretung am Donnerstag war auch ein Nachtrag zum Haushaltsplan: In dem verringert sich vor allem wegen höherer Gewerbesteuereinnahmen das kalkulierte Defizit von rund 670  000 auf 465  000 Euro.

Für Gothendorf genehmigte die Vertretung eine Änderung der Abrundungssatzung, mit der etwa drei Baugrundstücke möglich werden. In Broderdammskamp (am zur Gemeinde Süsel gehörenden Ortsrand von Pönitz) wurde einem Grundstückseigentümer der Bau eines einstöckigen Bungalows mit 275 Quadratmetern Grundfläche genehmigt. Im Breitbandnetz-Infrastrukturausschuss des Zweckverbandes Ostholstein soll Susanne Bötticher-Meyners (SPD) die Gemeinde Süsel vertreten, ihr Stellvertreter ist Adrianus Boonekamp (CDU).

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erstellt am 30.Sep.2016 | 14:46 Uhr

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