zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 03:19 Uhr

Musik ist etwas Göttliches

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sieht Ihre Kirche immer so aus?“ fragen mich gestern nach dem Gottesdienst sechs Touristinnen, „so lebendig, so fröhlich!“ Sie staunen über die Hainbuchen, die Linde und den Apfelbaum und entdecken erst allmählich bei ihrem Rundgang den weiteren Reichtum an Pflanzen. „Bäume in der Kirche?“ fragte mich eine Einheimische erstaunt, „was soll das denn?“

Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser nun, neugierig geworden sind, dann nehmen sie sich doch einmal dreißig Minuten Zeit, die St.-Michaelis-Kirche in Eutin ganz neu zu entdecken: „Auf dem Weg ins Paradies“ – so lautet das Motto der Pflanzeninstallation – unser Beitrag zur Landesgartenschau. Und dabei geht es darum, unsere schöne Stadtkirche, diesen RAUM, noch einmal ganz anders zu sehen:
Mein Weg
Zur Ruhe kommen, innehalten, nachsinnen
Wüstenzeiten, Wendepunkte, Aufbrechen

Wieder und wieder und wieder
Innen drin bricht Neues auf, darf wachsen und blühen
Mich auf den Weg machen, Schritt für Schritt, heil werden
Mit Gott auf dem Weg …
(aus der Broschüre)

Das Labyrinth draußen vor dem Südeingang (Station 1) einmal in Ruhe abschreiten und inne werden: Wo waren Wendepunkte in meinem Leben? Wo hat sich auf meinem Weg etwas zum Guten gewendet? Der Weg im Labyrinth führt dich zu einer Mitte – an einen Ort, der dich bergen und schützen will, ohne dich einzuengen, einen Ort des inneren Friedens, an dem du dich selbst finden kannst. (aus der Broschüre)

In der Kirche (Station 2) mit dem Beter (Psalm 31) erfahren: „Gott, Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ – aufbrechen – immer wieder im Laufe deines Lebens sich auf den Weg machen: Nicht alle Wege sind gerade gewesen, nicht alles, was du erhofft hast, ist dir gelungen. Ich hoffe aber, dass du auch auf deinen krummen Wegen gespürt hast: Da war einer, der dich geführt hat. Ich wünsche dir, dass du deine Umwege annehmen kannst. Sie sind notwendige Strecken deines Lebensweges gewesen. Ohne sie wärest du mit dir selbst nicht dort angekommen, wo du heute bist.
(nach Christa Spilling-Nöker, aus der Broschüre)

Zu jeder der sechs Stationen stehen in einer Broschüre Bibelverse, Sprüche, Gedichte und Meditationsworte, ausgesucht von Mitgliedern des Kirchengemeinderates Eutins.
Meine Kirche
Sie überrascht mich
Bäume, blühende Blumen,
Hecken
Sand, Wüste, Wasser
Brot, Weintrauben
Schauen, reichen, schmecken
Schweigen, hören staunen.
(aus der Broschüre)

Der Olivenbaum (Station 5) lädt ein: Einmal am Tag... da sollst du ein Wort in deine Hände nehmen, ein Wort der Schrift. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein… (aus der Broschüre)

Die Eiche (Station 5) lädt zum Verweilen ein: Für einen Augenblick eins sein mit …Himmel und Erde. Mit Leib und Seele…(aus der Broschüre)

Im Taufbecken (Station 6) lädt Wasser dazu ein, sich ein Kreuz auf die Hand oder die Stirn malen zu lassen und sich dran zu erinnern: Ich bin getauft. Ich bin Gottes geliebtes Kind….

Die anderen Stationen warten aus Sie, um von Ihnen in Augenschein genommen und entdeckt zu werden. Die wundervollen Texte dieser Broschüre (in der Kirche zu finden) trösten, ermutigen, bringen ins Nachdenken … Worte für alle Wegstrecken unseres Lebens.

In den Sommerferien gibt eine Predigtreihe, an jedem Sonntag im Gottesdienst wird eine andere Station bedacht: Morgen die Station „Wüstenzeiten“, eine Woche später die Station „Mit Gott auf dem Weg“ und am 28. August die Station „Heil werden“.
Meine Kirche
Offen für jeden
Ein Ort der Stille und des Nachsinnens
Ein Ort der Meditation und der Musik
Ein Ort zum Feiern und Fröhlich-Sein.

Sie sind eingeladen!
Regine Sabrowski,
Pastorin in Eutin

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2016 | 10:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen