zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 00:59 Uhr

„Mit Umsicht agiert“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutiner CDU-Fraktion verteidigt Beratung über geplanten Gesundheitscampus

„Aus Sicht der CDU-Fraktion wurde vom Ausschuss umsichtig und verantwortungsbewusst entschieden. Das Umwandeln eines Gewerbegebietes in ein mögliches ,Mischgebiet‘ mit der Möglichkeit, dort dann Wohnen zuzulassen, ist aus unserer Sicht ohne die Auseinandersetzung mit möglichen Konsequenzen für den vorhandenen Bestand fahrlässig.“ Diese Erklärung hat die CDU-Fraktion der Eutiner Stadtvertretung gestern übermittelt. Es ist eine Reaktion auf die Berichterstattung des OHA – acht Tage nach der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, in dem es um einen Gesundheitscampus im Eutiner Gewerbegebiet ging. Am Tag danach hatte Thomas Hüstreich, Chef des Therapiezentrums A-K-tiv, angekündigt, dass er angesichts dieser Sizung sein Projekt nicht mehr in Eutin verwirklichen wolle.

In der vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Rachfahl unterzeichneten Erklärung wird zunächst ausgeführt, dass die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh) Gewerbegebiete in und für Eutin erschließe und vermarkte. Somit würden Flächen für Betriebe zur Verfügung gestellt, die sich neu ansiedeln, sich erweitern oder umsiedeln wollen. das diene der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.

Die CDU-Fraktion sehe es deshalb als dringend erforderlich an, die Egoh um eine Stellungnahme zu bitten, wenn es – wie in Sachen „Ansiedlung Gesundheitscampus“ der Fall – zu einer bestimmten Nutzung oder zu einer Nutzungsänderung komme, besonders wenn diese planungsrechtliche Änderungen nach sich ziehe und einen direkten Einfluss auf die Nutzbarkeit bestehender Gewerbeflächen und auch einer angestrebten Weiterentwicklung des Gewerbegebietes haben könnten. Rachfahl weiter: „Im Übrigen wurden die Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen im Ausschuss aufgefordert, Fragen an Herrn Rasch (Experte Schallgutachten) und Herrn Matthiensen (Geschäftsführer Egoh) zu stellen. Dies geschah ausschließlich außerhalb der Sitzung. Der von der Geschäftsleitung der Egoh vorgetragene Sachstandsbericht zum Gewerbegebiet wurde in einer Sitzungsunterbrechung gehört.“ Die CDU-Fraktion habe auch eine fachliche Bewertung des Vorhabens seitens des zuständigen Fachdienstes der Stadt Eutin erwartet und erhalten.

Dem „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ sei, wie in der Tagesordnung vorgestellt, mit den Ergänzungen, ein Betriebskonzept, die Finanzierung des Projektes und die Machbarkeit ohne Bildung von Wohnungseigentum zu erstellen, zugestimmt worden. Es seien sich alle Ausschussmitglieder darüber einig gewesen, dass dieser Beschluss sowohl die Interessen der Stadt Eutin und die Sicherung von mehr als 700 Arbeitsplätze und der Schaffung neuer Arbeitsplätze abbilde als auch bei Vorliegen der geforderten Unterlagen die Möglichkeit, den „Gesundheitscampus“ zu realisieren.

Aus Sicht der CDU habe der Ausschuss umsichtig und verantwortungsbewusst entschieden. Im übrigen sei die Grundidee und das vorgelegte Konzept von Thomas Hüstreich von der CDU uneingeschränkt positiv aufgenommen worden.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Nov.2016 | 14:18 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen