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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 03:33 Uhr

DRK-Nachwuchs : Mit Spaß für Notfall rüsten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jugendrotkreuz-Mannschaften aus Ostholstein und Plön trafen sich am Wochenende zum Wettkampf in der Kreisstadt. Zehn Stationen mit Theorie und Praxis waren zu bewältigen.

Eingeklemmt unter einem Fahrrad, mit einer Schramme an der Hand und einer stark blutenden Platzwunde liegt das Mädchen mitten auf der Peterstraße. Wenige Meter entfernt irrt ein weiteres Mädchen herum, laut nach ihrem rosa Einhorn rufend und mit nur noch einem Inlineskate an den Füßen. Sofort wollen Passanten helfen. Doch das brauchen sie nicht, denn Mitglieder des Jugendrotkreuzes sind zur Stelle. Und das nicht zufällig. Denn bei dem Unfall handelt es sich um eine Station des Kreiswettbewerbes, den das Jugendrotkreuz Ostholstein absolviert.

Seit über 30 Jahren gibt es diesen Wettbewerb, nach sehr vielen Jahren fand er am Wochenende wieder in Eutin statt. Heiko Hahn, Leiter des Jugendrotkreuzes in Ostholstein, kann sich nicht dran erinnern, wann der Wettbewerb das letzte Mal in der Kreisstadt war.

55 Jugendlichen im Alter zwischen acht und 22 Jahren aber gefällt es in Eutin. „Hier liegen die Stationen schön nah beieinander“, erklärt Celine aus dem Team Pansdorf.

Insgesamt zehn Stationen, die in der Stadt verteilt sind, müssen die Gruppen bewältigen, die das Wochenende in der Süseler Schule übernachten. Neben der Erste-Hilfe-Übung in der Peterstraße gehören Geschicklichkeits- und Wissensübungen dazu. Neun Teams aus dem Kreis nehmen am Wettbewerb teil. Und sogar darüber hinaus, denn auch eine Gruppe aus Plön ist gekommen. „Im Kreis Plön gibt es kaum Jugendrotkreuzgruppen, deshalb haben wir keinen eigenen Kreiswettbewerb“, erklärt Gruppenleiterin Johanna Zimmermann. Siegchancen rechnet sich die Gruppe jedoch keine aus, was allerdings nicht daran liegt, dass sie nicht aus Ostholstein sind. „Wir hatten keine Zeit, ein Theaterstück einzustudieren“, gibt Jonas zu. Denn auch das gehört zum Wettbewerb.

Trotzdem sind die Rotkreuzler mit Feuereifer bei der Sache. Gemeinsam grübeln sie, wann die Genfer Konventionen eingeführt wurden und wann diese erweitert wurden. Da sie erst elf und zwölf Jahre alt sind und damit zur Stufe 1 gehören, bekommen sie noch Hilfe in Form von vorgeschlagenen Jahreszahlen. Die Teilnehmer der Stufen 2 (13 bis 16 Jahre) und 3 (17 bis 27) müssen die Antworten selbst wissen. Und das ist nicht immer so einfach. „Ohne die Hilfekärtchen hätte ich die Antworten auch nicht gewusst“, gibt Stationsaufsicht Catharina Frahm zu.

Doch darum, alles zu wissen und alles zu können, geht es bei dem Wettbewerb gar nicht. „Wir wollen, dass die Kinder etwas lernen und gleichzeitig ihren Spaß haben“, sagt Heiko Hahn. „Sie sollen eine sinnvolle Beschäftigung haben und gleichzeitig als Gruppe gemeinsam etwas erleben.“

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Einen großen Pokal durften am Ende des Wochenendes die Gruppen aus Bad Schwartau (Stufe 1), Eutin (Stufe 2) und Göhl (Stufe 3) mitnehmen.





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erstellt am 05.Mai.2014 | 04:00 Uhr

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