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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Eutin : Mehrheit ist gegen eine Sanierung des Haus des Gastes

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Freien Wähler wollten frühzeitig eine Entscheidung für eine Sanierung, doch die anderen Fraktionen wollen sich nicht unter Druck setzen lassen.

Die Freien Wähler (FWE) kamen in der Hauptausschusssitzung mit ihrer Forderung, das Haus des Gastes an der Stadtbucht zu sanieren, nicht durch. Der Antrag war aus Sicht der FWE notwendig geworden, „weil nach dem letzten Bürgerentscheid seitens der Stadt leider nichts passiert ist“, sagte Malte Tech (FWE).

Selbst die SPD, die das erste Bürgerbegehren zum Erhalt des Haus des Gastes unterstützt hatte, lehnte den Antrag am Dienstagabend geschlossen ab. Begründung: „Wir finden auch, das der Ort an der Stadtbucht für die Öffentlichkeit weiterhin zugänglich sein sollte und wollen dort auf keinen Fall Eigentumswohnungen haben. Aber wir wollen keine politische Meinung überstülpen unter der Androhung eines zweiten Bürgerbegehrens.“

Malte Tech (FWE) hatte im Rahmen seiner Antragsbegründung an die Ausschussmitglieder appelliert, dass bei einer Entscheidung ein zweites Bürgerbegehren und damit die Kosten dafür der Stadt erspart blieben. Andreas Lietzke hatte die Kosten des ersten Begehrens auf rund 40  000 Euro geschätzt. „Das ist doch eine Summe, die man schon gut in die Sanierung stecken könnte“, so Tech.

Mit der genauen Kostenschätzung für eine mögliche Sanierung hat die Stadt einen externen Gutachter beauftragt, der bis Mitte September ein Ergebnis in Aussicht gestellt habe, so Bürgermeister Carsten Behnk.

Als „komplett unnötig“ empfanden die anderen Fraktionen die von der FWE beantragte Sanierung des Haus des Gastes: „Wir haben so viele schöne Orte wie die Torhäuser dazu bekommen, die Orangerie und wollen tolle Schlossterrassen“ (FDP), „So ein Antrag ist jetzt fahrlässig, weil wir ein Konzept für die Schlossterrassen erarbeiten wollen (Grüne). „Wenn wir keinen Investor finden, müssen wir den Standort entwickeln, aber das muss Aufenthaltscharakter haben“, sagte Ausschussvorsitzender Matthias Rachfahl (CDU) abschließend.

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erstellt am 08.Sep.2016 | 00:47 Uhr

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