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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 17:32 Uhr

Malente schafft öffentliches W-Lan

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Gemeinde will auf „Freifunk“ zurückgreifen, damit Besitzer von Smartphones in Rathaus oder Kurpark im Internet surfen können

Malente will bei der Bereitstellung eines öffentlichen W-Lans und die dafür notwendigen Zugangspunkte im Rathaus sowie im Haus des Kurgastes samt Kurpark schaffen. Dafür will die Gemeinde auf ein Angebot der sogenannten „Freifunk“-Initiative zurückgreifen, die in Malente vertreten ist (malente.freifunk.net). Daran geknüpft ist die Hoffnung, dass andere dem Beispiel folgen und so in der Bahnhofstraße und auch an der Diekseepromenade für einen flächendeckendes öffentliches W-Lan sorgen.

Für das Rathaus hatte der Hauptausschuss vor wenigen Wochen bereits einmütig seine Zustimmung erteilt, diesem Votum ist nun auch der Tourismusausschuss einstimmig für das Haus des Kurgastes gefolgt. Das W-Lan im Haus des Kurgastes soll auch von der Kommunalpolitik genutzt werden, um mit Tablet-Computern auf das geplante Ratsinformationssystem zuzugreifen.

Zunächst sollen jeweils für das Rathaus als auch für den Kurpark ein Internetanschluss (50Mbit/s) von der Telekom gemietet werden. Dafür rechnet die Verwaltung mit laufenden Kosten von jährlich insgesamt rund 1520 Euro sowie einmaligen Bereitstellungskosten von insgesamt 114 Euro. Außerdem muss das Obergeschoss der Kurverwaltung für rund 5700 Euro verkabelt werden. Die Gelder sollen im Haushalt 2017 eingestellt werden. Die notwendigen Installationsarbeiten im Rathaus können dagegen vom Bauhof erledigt werden.

Das eigentliche W-Lan-Angebot soll mit Hilfe der Freifunker realisiert werden. Dabei wird eine spezielle Freifunk-Software auf den Router aufgespielt. Sie sorgt dafür, dass W-Lan-Gastnutzer durch eine Verschlüsselung zum Freifunk-Gateway und erst von dort ins Internet geleitet werden. Dadurch surfen Gäste nicht mit der Identität des Routern-Eigners, in diesem Fall der Gemeinde Malente.

Durch den Rückgriff auf den ehrenamtlich betriebenen Freifunk lässt sich W-Lan erheblich günstiger anbieten als durch bekannte Anbieter wie die Telekom. Die Gemeinde hofft daher, dass sich Malenter Geschäftsleute oder Anwohner in der Bahnhofstraße und an der Diekseepromenade ebenfalls ein Freifunk-W-Lan anbieten, um Besitzern von Smartphones oder Tabletts auf diese Weise einen möglichst weitgehenden Zugang ins Internet zu ermöglichen. Bürgermeisterin Tanja Rönck hatte die Zusammenarbeit mit den Freifunkern angeregt. Sie habe selbst auf diese Weise einen öffentlichen W-Lan-Zugang bei sich zu Hause geschaffen, hatte sie vor einigen Wochen erklärt.

In Malente will Christian Breutkreutz die Freifunk-Initiative vorantreiben. Seit Beginn des Jahres hat er an seinem Wohnort in der Frahmsallee einen Zugangspunkte eingerichtet. Weitere befinden sich an der Diekseepromenade, in der Eutiner Straße und in der Königsberger Straße. Landesweit gebe es mittlerweile rund 1000 Freifunk-Zugänge, bundesweit seien es 40  000, sagte Breutkreuz. Er hatte die Gemeindeverwaltung beim Aufbau eines öffentlichen W-Lan-Zugangs beraten und im Hauptausschuss Rede und Antwort gestanden. Im Tourimusausschuss war er zwar anwesend, die Ausschussmitglieder zeigten sich jedoch so überzeugt von dem Vorhaben, dass sie ohne vorherige Diskussion abstimmten.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 13:16 Uhr

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