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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 09:59 Uhr

LGS-Förderverein bietet Hilfe an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Viele offene Fragen zur Nachnutzung / Erste Wege ab Mitte Oktober geöffnet / Blumen werden an Ehrenamtler und Eutiner abgegeben

„Es gibt genügend Freiwillige unter unseren Mitgliedern, die nur darauf warten, angesprochen zu werden“, sagte Jürgen Bröker-Wolf vom Förderverein der Landesgartenschau Eutin. Seit nunmehr drei Jahren sind rund 100 Menschen aktiv für die Gartenschau und ihr Gelingen ehrenamtlich im Einsatz und dies soll auch für das LGS-Erbe gelten, machte Bröker-Wolf den Mitgliedern im Hauptausschuss deutlich.

LGS-Geschäftsführer und Bauamtsleiter Bernd Rubelt stellte in der jüngsten Sitzung das Nachnutzungskonzept vor, das in großen Teilen schon mit den Beschlüssen zur Stadtsanierung gesetzt war: Aus dem Haupteingang am Süduferpark wird der Wohnmobilstellplatz, hier sei Eile im Rückbau geboten, damit die nächste Saison ab Frühjahr genutzt werden könne. Neue Wohnbebauung soll anstelle der heutigen Kultur- und Hausgärten entstehen, eine Jugendherberge ist auf dem Bauhofareal geplant, Seepark und Stadtbucht bleiben bis auf die temporären, in Holz eingefassten Beete erhalten. Doch es bleiben auch genug offene, noch zu klärende Fragen: Sollen die Beete rund um die Bäume an der Stadtbucht erhalten bleiben? Wird der Parkplatz am Schloss künftig bewirtschaftet? Braucht die Stadt die Bühne im Seepark? Wie soll die neue Straße zu künftigen Wohngebieten und dem Bauhofareal heißen? Kann das beliebte Holzschiff vor dem Schloss weiterhin von kleinen Piraten erobert werden? Wie gelingt der Erhalt des Küchengartens und des Bildungsprojektes? Die Entscheidungen darüber werden frühestens im nächsten Hauptausschuss nach der LGS am 4. Oktober getroffen.

Rubelt: „Wir versuchen derzeit über Gespräche mit den aktuell engagierten Partnern im Küchengarten eine Regelung zu finden, die eine Machbarkeitsstudie für den Erhalt erspart.“ Zwar habe die Sparkassenstiftung Bereitschaft signalisiert, eine Organisationsform und die finanzielle Ausstattung sei aber noch nicht geklärt. Die Ehrenamtler seien ein wichtiger Teil des Projekts, aber der Pflegeaufwand sei so enorm, da brauche es mehr, so Rubelt. Ziel sei es, den Pflegeaufwand zu ermitteln, um politisch auch mit Blick auf die Kosten entscheiden zu können, was bleibt, was soll weg. Im Schloßgarten ist die Stadt in der Verpflichtung, im Küchengarten die Stiftung Schloss Eutin. Rubelt: „Der 1999 verhandelte Vertrag für den Pflegeaufwand deckt keinesfalls die Kosten des entstandenen Wertes.“ Er regte Nachverhandlungen mit der Herzogsfamilie an.

Da die Ehrenamtler zum Gelingen der LGS einen erheblichen Teil beitragen, sollen sie nach dem letzten Gartenschautag auch die ersten sein, die Blumen aus dem Wechselflor bekommen. Rubelt: „Für die Eutiner wird es in der 41. KW einen Termin geben, an dem wir die Blumen gerne verschenken. Wir wollen aber keine Goldgräberstimmung aufkommen lassen.“

Die neue Straße zum Bauhof sowie die Zufahrt Jungfernort werden am 17. Oktober wieder geöffnet, die Stadtbucht und der Seepark bis spätestens Ende Oktober. „Wir machen das, so schnell wir können. Aber bis auch der Caterer und andere Betriebe nicht zurückgebaut haben, gilt es Werte zu schützen“, so Rubelt.

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erstellt am 07.Sep.2016 | 13:36 Uhr

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