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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 14:55 Uhr

LGS-Defizit: Woran lag es?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Viel zu wenige Kinder, zu wenige Gruppen und deutlich zu wenige Touristen – aber warum? Diese Frage stellten sich die Geschäftsführer der Landesgartenschau, Bernd Rubelt und Martin Klehs, und beauftragten das Hamburger Unternehmen „inspektour“. Dies bescheinigte zusammengefasst: „Eigentlich alles richtig gemacht, am Produkt kann es nicht gelegen haben.“ 7000 Euro hat das gekostet – die Notwendigkeit sahen die Mitglieder des Hauptausschusses nicht auf den ersten Blick: „Wozu brauche ich diese Ausgaben für eine Nachlese, wenn ich doch so etwas gar nicht wieder mache?“, wollten Olaf Schmidt (CDU) und andere wissen. Rubelt: „Wenn man so lange an so einem Projekt arbeitet und die Ergebnisse dann so negativ ausfallen, hilft es, wenn andere mit einer neuen Brille daraufschauen. Für künftige Großveranstaltung gewinnt die Stadt die Erkenntnis, dass die Touristen an der Küste eben kein Selbstläufer sind.“

Bürgermeister Carsten Behnk erklärte nach Gesprächen mit Bürgermeistern der Strandgemeinden, „was Profis hätten wissen müssen“: „Mehr als 50 Prozent der Urlauber planen bereits im Voraus ihren Urlaub fest und das bei gelernten Formaten wie beispielsweise dem Hansa-Park.“ Eine einmalige Veranstaltung habe es da schwer. „Gartenschauen funktionieren in Ländern mit Tradition, wo so etwas regelmäßig stattfindet.“ Auch das Marketing hätte aus seiner Sicht in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein weiter gefasst sein müssen als in einem 25 und einem 50 Kilometer-Radius. „Auch beim Catering ist man hinterher schlauer.“ Es habe zwar negative Effekte gegeben, „aber nicht so schlimm wie bei anderen Schauen, weil nachgebessert wurde. Trotz allem habe der Caterer hier „sein Programm abgespult“, weil er zeitgleich mehrere Schauen bedient hat“, so Behnk. „Was zu verändern war, hat das Management versucht. Ich hoffe nicht, dass die ganz düsteren Visionen eintreten. Aber das Defizit schmälert nicht das große Engagement des Teams und die Aufbruchstimmung in der Stadt, das ist wichtig“, so Behnk.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 13:25 Uhr

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