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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Kurpark hat ungeliebten „Bewohner“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU will der Zweckentfremdung ein Ende setzen

Kurdirektor Georg Kurz soll prüfen, wie gegen einen Mann vorgegangen werden kann, der den Kurpark offenbar zu seinem Wohnsitz auserkoren hat. Diesen „Auftrag“ erteilte der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Potz im Tourismusausschuss. Potz, der die jüngste Sitzung des Ausschusses stellvertretend leitete, hofft, dass es gelingt, den Dauergast wieder loszuwerden, „damit wir nicht die letzten Gäste des Kurparks vertreiben“.

Der ungebetene Gast blockiere zuweilen die Kneippbecken, da er sie als Waschgelegenheit nutze, und er gehe im Kurpark auch „menschlichen Bedürfnissen nach“. Die Gemeindevertreter würden von der Malenter Bevölkerung immer wieder auf das Treiben des Mannes angesprochen, erklärte Potz.

Gemeindevertreterin Ulrike Behrens berichtete nicht nur, dass der „Kurpark-Bewohner“ gegenüber Gästen ausfällig werde. Der Schließdienst der Kurverwaltung könne sich außerdem nicht gegen den Mann durchsetzen. Statt den Kurpark abends zu verlassen, lasse er sich dort einschließen und übernachte dann im Kaminhäuschen. In einer Bäckerei habe der Mann jüngst zwei Tische zusammengeschoben und ungerührt seine Stiefel mit Imprägnierspray behandelt, worauf der gesamte Gastraum entsprechend gerochen habe. Der Mann lässt sich offenbar auch durch Polizeieinsätze kaum abschrecken.

Nicht nur die Kurverwaltung soll unterdessen gegen eine unberechtigte Inbesitznahme vorgehen, sondern auch die Gemeindeverwaltung. Potz bat Bürgermeisterin Tanja Rönck zu prüfen, wie dafür gesorgt werden könne, dass das Buswartehäuschen am Lenter Platz wieder von wartenden Fahrgästen genutzt werden könne. Derzeit werde es dauerhaft von Menschen blockiert, die dort ihre Freizeit verbrächten. Eine erste Einschätzung der Erfolgsaussichten gab Tanja Rönck bereits ab. Sie fasste diese in einem Wort zusammen: „schwierig“.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 17:01 Uhr

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