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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Kunst, die sich bewegt: Flüchtlingsporträts auf Bussen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ab heute sollen großformatige Portraits von Flüchtlingen auf einem Linienbus in Eutins Innenstadt unterwegs sein. Künstler Jörg Kaminski zeigt sich beeindruckt, als er vor dem frisch beklebten Bus – und damit dem Ergebnis eines langen Prozesses steht: „Es ist klasse, das zu sehen.“ Kaminski, der in vielen Werken das Thema Mensch umsetzt, beschäftigt sich seit mehr als einem Jahr mit dem Thema Flüchtlinge. „Vor einem Jahr waren die Menschen plötzlich da, ich wollte dem begegnen.“ Politik könne aus seiner Sicht immer nur einen Rahmen schaffen, „aber Menschen brauchen Begegnungen und Ansprechpartner, wenn sie Teil einer Gesellschaft werden sollen“, so Kaminski. Seine Ursprungsidee, großformatige Bilder der jungen Flüchtlinge auf leeren Geschäftsflächen, fand im Kulturausschuss keine Mehrheit. Die Idee mit einer Stadtlinie dagegen schon. Die Stadt unterstützt Kaminskis Projekt mit 2000 Euro. Bei den Rohde-Verkehrsbetrieben rannte der Künstler durch offene Türen, „die Geschäftsführerin war sofort dabei“. Jetzt hofft er, dass die Kunst, die sich bewegt und „bei den Menschen ist, ohen aufdringlich zu sein“, Nachahmer findet oder Sponsoren, um es auf mehreren Bussen und in mehreren Städten zu realisieren. Zumindest in Schleswig-Holstein ist das bisher ein einmaliges Projekt.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 00:27 Uhr

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