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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Kulturknotenpunkt unterstützt Museen in der Region – erstes Treffen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Regionale Museumsnetzwerke sollen kleinere und mittlere Museen im Land unterstützen. Am Montag, 31. Oktober, treffen sich die Museen von 15 bis 17 Uhr im Plöner Kreismuseum erstmals im Kulturknotenpunkt Plön/Eutin.

In den 2015 vom Kulturministerium initiierten Kulturknotenpunkten sieht Dagmar Rösner, Projektleiterin der 2013 eingeführten Museumsberatung und -zertifizierung, eine vollkommen neue Chance, diese Museen zu unterstützen: „In unserem Flächenland leisten die Kulturknotenpunkte genau das, was der Kultur im ländlichen Raum immer gefehlt hat: Mit ihnen wurde endlich eine kulturelle Infrastruktur geschaffen, die auch Kultureinrichtungen in den entlegensten Gebieten Schleswig-Holsteins erreicht.“ In den regionalen Museumsnetzwerken würden die Museen zwei Mal im Jahr in die Kulturknotenpunkte eingeladen, um in einem unkomplizierten Veranstaltungsformat ganz konkrete Kontakte untereinander und zu freien Mitarbeitern herzustellen. „Ich wünsche mir, dass sich auch die größeren Museen der Region an unseren Netzwerktreffen beteiligen und ihre wertvollen Erfahrungen an die Kolleginnen und Kollegen in den kleineren Museen weitergeben“, sagte Dagmar Rösner.

In Plön geht es um eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse, im zweiten Schritt sollen dann konkrete Kontakte etwa zwischen freien Museumspädagogen und den Museen hergestellt werden. In den regionalen Museumsnetzwerken können sich von nun an die Museumsmitarbeiter einer Region regelmäßig austauschen und Synergieeffekte nutzen. Jedes Treffen wird sich einem speziellen, museumsrelevanten Thema widmen: So wird es um „Vermittlung“, „Barrierefreiheit“, „Gesellschaftliche Teilhabe im Museum“, „Kulturtourismus“, „Servicequalität“, „Kultursponsoring“ und „Präventive Konservierung“ gehen.

In Schleswig-Holstein gibt es 232 Museen, 110 von ihnen zählen zu den Volkskunde- und Heimatmuseen. Diese Museen bildeten das kulturelle Gedächtnis der Regionen, seien im ländlichen Raum wichtige Veranstaltungsorte für Volkshochschulen, Künstler, Schriftsteller und Musiker, erklärte Dagmar Rösner. Und für viele Grundschüler seien sie das erste Museumserlebnis ihres Lebens. Umso wichtiger sei es, dass diese Museen zukunftsfähig aufgestellt seien. Eine ansprechende Ausstellungsgestaltung und eine qualitätsvolle Vermittlungsarbeit sei unerlässlich, um die Besucher von heute und morgen für die Museen zu begeistern.

> Kontakt: Dagmar Rösner M.A., Projektleitung Museumsberatung und -zertifizierung in Schleswig-Holstein, E-Mail: roesner@museums zertifizierung-sh.de, Telefonnummer: 04331/3398865.


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erstellt am 21.Okt.2016 | 17:05 Uhr

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