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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Kulturknotenpunkt Plön/Eutin: Wie macht man Museum heute?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Insgesamt 232 Museen gibt es in Schleswig-Holstein, 110 davon sind so genannte Volkskunde- und Heimatmuseen. Mit den Kulturknotenpunkten des Landes – 2015 durch das Kulturministerium ins Leben gerufen – sollen nun die kleinen Museen des Landes in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Vier Kulturknotenpunkte gibt es bereits in Schleswig-Holstein: Nordfriesland/ Nordschleswig, Dithmarschen/Steinburg, Herzogtum Lauenburg/Stormarn und
Pinneberg/Elbmarschen. Auf Initiative der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) gehören nun auch Plön und Eutin einem gemeinsamen Kulturknotenpunkt in Kooperation mit dem Projekt „Museumsberatung und -zertifizierung“ an.

Dagmar Rösner, Projektleiterin der Museumsberatung und -zertifizierung sowie Jana Heymann und Per Köster von der TZHS luden nun die Museumsleiter und -mitarbeiter der Region zum ersten Treffen des Kulturknotenpunktes Plön/ Eutin ins Museum des Kreises Plön ein. 14 von ihnen – darunter aus Schönberg, Eutin und Heikendorf – waren gekommen.

Als gelungenes Beispiel gemeinsamen „Netzwerkens“ führte Julia Meyer – Leiterin des Plöner Kreismuseums – einleitend die Zusammenarbeit mit der TZHS an: „Im Rahmen der Kampagne ,Nachtgeflüster‘ haben wir uns mit Taschenlampen-Führungen nachts im Museum eingebracht“, berichtete Meyer. „Es macht sehr viel Spaß und wurde außerordentlich gut angenommen.“ Mit den vier Kampagnen der TZHS – Nachtgeflüster, Picknicksommer, Gartenvielfalt und Ateliertage – stellte Jana Heymann anschließend die Veranstaltungsangebote vor, die das Interesse der Anwesenden wecken sollten.

„Wir haben uns bewusst als Tourismuszentrale auf den Kulturknotenpunkt beworben mit dem Fokus auf Vermarktung und das Touristische“, erklärte Per Köster, Geschäftsführer der TZHS. Zentral seien für Köster die Fragen: „Wie kriege ich das Angebot an den Mann oder die Frau und wie macht man Museum heute?“. Ziel des Knotenpunktes sei, gemeinsame Ideen und Konzepte zu entwickeln und so die Besucherzahlen zu steigern. „Die Kapazitäten sind begrenzt, aber ich kann als Museum das, was ich habe, neu konzipieren, schon stehen mir neue Vermarktungsstrategien offen“, so Köster. „Denken Sie an Picknick am Abend im Garten zwischen Skulpturen, schon sind alle Kampagnen abgedeckt.“ Auch stilistische Vermischungen von Tanz, Musik und Literatur seien wünschenswert.

Mit einer Förderung des Landes von 20  000 Euro pro Jahr in fünf aufeinanderfolgenden Jahren schafft die TZHS mit Jana Heymann eine halbe Stelle, die sich vollständig dem Kulturknotenpunkt widmet. In regelmäßigen Treffen ist der Austausch zwischen den Museumsmitarbeitern erwünscht. Köster: „Und was an Museen in die Gebietskulisse Holsteinische Schweiz passt, nehmen wir gerne mit.“ Ein lockeres Netzwerk sei das Ziel, erklärte Dagmar Rösner: „Wir können alle voneinander lernen, gemeinsam den Horizont erweitern.“

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erstellt am 01.Nov.2016 | 15:51 Uhr

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