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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 09:22 Uhr

Kreis Plön richtet Sperrzonen ein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vogelgrippe im Kreis Plön: Sperr- und Beobachtungsbezirk eingerichtet. Fragen werden an einem Info-Telefon beantwortet.

Es ist traurige Gewissheit: Dienstag wurde bei mehreren im Kreis Plön verendeten Wildvögeln der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Landrätin Stephanie Ladwig hat in Abstimmung mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und den örtlichen Behörden alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

Hierzu gehören insbesondere die Ausweisung eines Sperrbezirkes mit einem Radius von mindestens drei Kilometern und eines Beobachtungsgebietes von mindestens zehn Kilometern rund um die Fundorte der verendeten Wildvögel. „Bei weiteren Totfunden von Tieren mit dem Geflügelpesterreger werden die Ausmaße der Zonen entsprechend angepasst“, sagte Ladwig.

Für diese Gebiete gelten ab sofort spezielle Regelungen. So dürfen beispielsweise für die Dauer von 21 Tagen keine Vögel und Bruteier und auch kein frisches Fleisch oder Fleischerzeugnisse von Vögeln oder Federwild den Sperrbezirk verlassen. Die Geflügelbestände im Sperrbezirk werden zudem regelmäßig untersucht. Das Beobachtungsgebiet dürfen 15 Tage lang keine Vögel aus Tierhaltung verlassen. Die Geflügelhalter werden durch den Kreis unverzüglich informiert. Um eine mögliche Infektion von Haustieren in allen ausgewiesenen Sperr- und Beobachtungsgebieten auszuschließen, dürfen Hunde und Katzen dort nicht mehr frei umherlaufen.

Die Kreisverwaltung Plön hat ein Bürgertelefon für Fragen zur Geflügelpest eingerichtet, das ab sofort montags bis donnerstags von 8.30 bis 17 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr (Telefon 04522/74387) erreichbar sein wird.

Es wird darum gebeten, dass Meldungen über tote Vögel wie bisher an die Ordnungsämter der jeweiligen Stadt- oder Amtsverwaltung gegeben werden. Die Ordnungsämter stellen eine Einsammlung der Tierfunde auf öffentlichem Grund sicher und sind gebeten worden, auch für die auf privaten Grundstücken verendeten Tiere entsprechende Sammelstellen bereitzuhalten. In jedem Falle sollte darauf geachtet werden, die toten Tiere nicht über den Hausmüll zu entsorgen.

Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren sind bislang nicht bekannt, direkter Hautkontakt zu toten Tieren sollte jedoch bis auf weiteres vermieden werden. Bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch sollten die üblichen Hygieneregeln unbedingt beachtet werden. Das heißt, dass Geflügelfleisch gründlich durchgegart werden muss und rohes Geflügelfleisch getrennt von übrigen Lebensmitteln aufbewahrt wird. Küchengeräte sind gründlich zu reinigen.

Informationen und Karten zur Geflügelpestsituation sind ab sofort auf
der Internetseite des Kreises Plön www.kreis-ploen.de abrufbar. Die Seiten-Aktualisierung erfolgt laufend.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 04:00 Uhr

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