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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 20:28 Uhr

Kräuterkunde auf der Landesgartenschau

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Heute beginnt die 9. Blumenhallenschau mit dem Thema „Pflanzen zum Heilen, Würzen und zum Genießen“ im Torhaus sowie im Kuhstall

„Pflanzen zum Heilen, Würzen und zum Genießen“ heißt die 9. Blumenhallenschau, die ab heute bis zum 4. September im Kuhstall und im Torhaus auf der Landesgartenschau (LGS) zu sehen ist.

Von Dill, Estragon, über Oregano sowie 300 Nutzpflanzen wie Zierkohl und Apfelbäume bis hin zu Colakraut – allerei Gewächs ist auf der Blumenschau zu sehen. Letztere Pflanze macht ihrem Beinamen alle Ehre – die Eberraute riecht tatsächlich nach Cola. Viele Pflanzen werde man aus dem alltäglichen leben kennen, so Gärtnermeister Roth, einige seien jedoch seltener. Besucher können sich vor Ort über die heilende aber auch giftige Wirkung verschiedenster Pflanzen informieren. Heilpraktikerin Susanne Müller-Rubelt wird die Schau täglich von 14 bis 16 Uhr fachlich begleiten und für Auskünfte oder Beratungen zur Verfügung stehen.

Aber auch Hobbyköche werden auf ihre Kosten kommen: Im Torhaus gibt es eine Kräuterküche, dort kann man diverse Gewürz- und Küchenkräuter mit allen Sinnen erfahren: Wer möchte, kann sie in die Hand nehmen, an ihnen riechen oder sie sogar probieren. Fragen kann die vor Ort anwesende Kräuterhexe beantworten, die gerne ihr Wissen teilt.

Gärtnermeisterin Marlies Huliert-Franken erklärt, dass die Blumenschau auch Gedankenanstöße für die heimische Dekoration geben könne, sodass man sich „ohne viel Geld etwas hübsches im Garten zimmern kann.“ So sei zum Beispiel eine Rundbank beziehungsweise einen Rundtisch um einen Baum eine „nette Idee“.

Der Geschäftsführer der LGS, Bernd Rubelt, erklärte zudem, dass die Blumenhallenschau sich deutlich vom Apothekergarten, welcher ebenfalls auf der LGS zu sehen ist, unterscheidet. Die Pflanzen seien mehr in Szene gesetzt. Außerdem bestehe für Besucher die Möglichkeit, sich interaktiver – sei es durch riechen und schmecken oder durch Fragen an die Kräuterhexe – mit der gesamten Blumenschau auseinanderzusetzen.

Am Ende der LGS werden elf unterschiedliche Hallenschauen in diesen beiden Gebäude stattgefunden haben – alle werden von Hans-Werner Roth, Hallenschauplaner von Roth Floral Projects, und seinem Team, bestehend aus zwei Gärtnermeistern und zwei Floristen, arrangiert. Unterstützt wird das Team zum Beispiel aber auch durch Gartenbaubetriebe und Züchtern aus der Region, welche die Pflanzen zur Verfügung stellen, erklärte der Gärtnermeister.

Alle zwei Wochen wird sowohl der Kuhstall als auch das Torhaus passend zu einem neuen Thema umgestaltet und mit entsprechenden Pflanzen dekoriert. Die beiden nächsten – und zugleich letzten Blumenschauen – heißen „Kaffee aber bitte mit Sahne“ (7. September bis 18. September) und „Schlussakkord der 159 blumigen Tage“ (21. September bis 3. Oktober). Eine Schwierigkeit bestehe darin, die Blumenschauen auf einer relative kleinen Fläche unterzubringen. Andererseits sei die Kombination aus den historischen Gebäuden und den Pflanzen eher ungewöhnlich und verleihe der Blumenschau eine besondere Atmosphäre, betonte Roth.

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