zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 14:43 Uhr

Bujendorf : „Königswetter“ für Katrin Möller

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bujendorferin wird im ersten Anlauf Schützenkönigin. Sie ist erst die zweite weibliche Majestät in der Geschichte des Geselligen Vereins von 1898.

Früher als erwartet machte sich Katrin Möller am Sonntag mit dem 197. Schuss zur Schützenkönigin des Geselligen Verein von 1898. Bereits um 18.54 Uhr fiel der Rumpf, als sich die fünf Anwärter in der 40. Runde befanden. Viele Bujendorfer waren darüber nicht verwundert. „Das ist Möller-Wetter“ hatte sie schon während des Schießens auf den Vogel geunkt.

Möllers Vater war 1989 bei einem denkwürdigen Schützenfest als Sieger hervorgegangen. Damals musste der Königsball in Gummistiefeln gefeiert werden. Und auch Bruder Stefan hatte sich 2012 bei seinem Königsschuss mit Windböen und Platzregen herumschlagen müssen. Ganz so schlimm traf es Katrin Möller jedoch nicht, auch wenn es immer wieder bedrohlich donnerte. Blitze und Regen blieben aus.

Eine weitere Gemeinsamkeit hat die neue Königin mit ihrem Bruder. Beiden gelang der krönende Schuss bereits im ersten Jahr als Anwärter. Erst im Juni war die Entscheidung zur Teilnahme am Königsschießen gefallen und noch am Abend die Frage nach einem „Sponsor“ für das Königsfrühstück unbeantwortet. Stefan Möller freute sich indes im ersten Jahr als Vorsitzender der Geselligen seine Schwester als Schützenkönigin proklamieren zu dürfen.

Deutlich mehr Ausdauer muss Peter Kramer beweisen, der schon im 18. Jahr mit dem Vorderlader auf den Vogel anlegt. Er scherzte: „Ich mache schon seit dem letzten Jahrtausend mit.“ Neben den weiteren Anwärtern Albrecht Dudy und Manfred „Manni“ Kalfier hatte sich spontan die Fußball-Ikone Klaus Knöpke als Anwärter gemeldet, um den Kreis der fünf, der im vergangenen Jahr auf vier geschrumpft war, zu komplettieren. Knöpke ging mit Handicap ins Schießen. Kurz zuvor hatte ihn eine Wespe in die Oberlippe gestochen, die daraufhin anschwoll und nach steter Kühlung verlangte.

Zu den ersten Gratulanten der neuen Majestät gehörten Möllers Partner Thorsten Abel und Sohn Torge. Der Fünfjährige hatte sich direkt nach dem Königsschuss Teile des Vogels gesichert. Darunter auch die Krone, die er seiner Mutter stolz überreichte. Quasi als verspätetes Geburtstagsgeschenk, das sich die 40-Jährige mit der Königskette eine knappe Woche nach dem Wiegenfest selbst machte.

Auch die erste Schützenkönigin des Geselligen Vereins aus dem Jahr 2014, Regina Spieckermann, freute sich mit Katrin Möller, genauso wie die Anhänger ihres Fan-Clubs. Dieser rekrutierte sich zu großen Teilen aus dem des alten Königs Rüdiger Thun. Auf einem Transparent hatten sie gereimt: „Hol’ den Vogel von der Stange, da wird den Männern Angst und Bange.“ So war es bereits eine gute Stunde vor dem Königsschuss gewesen, als Moritz Maak für Tim Wichmann auf den Schwanz geschossen hatte, dabei aber die ganze Platte samt Kopf und linkem Flügel zu Fall brachte und ein Raunen durch die Zuschauerreihen gegangen war.

Unter dem Wahlspruch „Frohsinn und Geselligkeit“ hatte das Schützenfest des Geselligen Vereins von 1898 am Sonnabendmorgen mit dem Richten des Vogels begonnen.

Als Spaßkönig ging Christoph Draheim, Schützenkönig des Jahres 2010, aus dem Schießen hervor. „Jetzt kann ich austreten, habe ja alles erreicht“, scherzte dieser am Sonntag.

Die Kinder ermittelten die Königspaare mit verschiedenen Spielen. Für alle gab es wertvolle Sachpreise und die Majestäten durften am Sonntag als Ehrengäste im Festumzug zusammen mit rund 15 Fahnenabordnungen befreundeter Schützenvereine mitlaufen.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Aug.2016 | 11:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen