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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Kita-Planung nimmt erste Hürde

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Sozialausschuss stimmt grundsätzlich für Erweiterungs- und Umbaupläne / Planungsausschuss soll offene Fragen klären

Kleckern oder lieber doch gleich Klotzen? Diese Frage spielte in der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend zwar eine Rolle, doch ernsthaft diskutiert wurde sie dann doch nicht. Vielmehr votierten die Ausschussmitglieder am Ende der Diskussion jeweils einstimmig dafür, eine Erweiterung des evangelischen Kindergartens „Pusteblume“ zu finanzieren und das Awo-Kinderhaus so schnell wie möglich um einen Anbau zu erweitern. So soll Platz für insgesamt drei zusätzliche Gruppen geschaffen werden, um dem akuten Mangel an Kita-Plätzen abzuhelfen (wir berichteten). Die damit verbundenen Kosten liegen bei rund 940  000 Euro.

Grundsätzlich abgesegnet ist die von der Verwaltung vorgelegte Planung für die Erweiterung des Awo-Kinderhauses damit allerdings noch nicht. Denn einige Fragen blieben offen, da Mitarbeiter des Bauamts nicht anwesend waren. Klärung soll nun die Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag, 26. Juli, ab 17 Uhr bringen. Klar ist dagegen bereits, dass die Aussicht auf Fördermittel gering ist. Vom Bund gebe es nichts, vom Land sei nicht viel zu erwarten, teilte die Verwaltung mit.

Etwas teurer als gedacht wird der Umbau in der „Pusteblume“. Statt 140  000 Euro, wie noch in der Vorlage angegeben, geht die Kirchengemeinde jetzt von 150  000 Euro Baukosten aus. Dafür sollen bisherige Wohnräume zu Kita-Räumen umgebaut werden. Die Kostenerhöhung habe mit der angejahrten Elektroinstallation in dem Gebäude zu tun, erläuterte Pastor Dr. Carsten Berg. Sie müsse bei einem Umbau erneuert werden. Außerdem müssten die Fenster so erneuert werden, dass ein direkter Zugang vom Gruppenraum nach draußen bestehe.

Bedenken kamen auf, als Berg erklärte, in den umgebauten Räumen könne eine Gruppe höchstens für fünf Stunden untergebracht werden, weil die Kapazität der dort vorhandenen Küche sonst nicht ausreiche. Rathausmitarbeiterin Anne Hoffmann wies darauf hin, dass die Tendenz zu längeren Unterbringungszeiten gehe. Berg erklärte jedoch, dies könne in den übrigen Räumen der Kita geleistet werden und stellte eine zügige Umsetzung der Pläne in Aussicht: „Wenn in diesem Monat entschieden wird, wären wir in der Lage, im Februar betriebsfertig zu sein.“

Auf die Frage, warum die Kirche sich nicht an den Kosten für den Umbau beteilige, antwortete Berg, alle Kita-Rücklagen seien in die neuen Krippenräume geflossen. Außerdem müsse die Sanierung des Hauses der Kirche gestemmt werden. Berg: „Wir sind schlicht und ergreifend am Ende.“

Sowohl Karin Bröhl (FWM) als auch Ulrike Behrens (CDU) warfen die Frage auf, ob die nun geplanten Maßnahmen für die Zukunft ausreichen würden und regten an, über eine „große Lösung“ nachzudenken. Ob jedoch im Awo-Kinderhaus noch größer als für die jetzt geplanten 790  000 Euro gebaut werden könnte als jetzt geplant, blieb ebenso offen wie die von CDU-Fraktionschef Uwe Potz gestellte Frage, ob die geplante Größe einem „Wunschzettel“ entspreche oder das unbedingt Notwendige darstelle. Denn eine – von der Verwaltung vorgestellte, aber nicht ernsthaft erwogene – Containerlösung sah nur eine Grundfläche von rund 260 Quadratmetern vor, während das geplante Holzständerbauwerk auf rund 400 Quadratmeter kommt. Aufklärung soll nun der Planungsausschuss bringen.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 19:02 Uhr

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