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Ostholsteiner Anzeiger

26. März 2017 | 09:30 Uhr

Malente : Kita in Benz soll nachmittags öffnen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Sozialausschuss spricht sich für eine Ausweitung der Betreuungszeiten aus – ab August 2018 voraussichtlich bis 16.30 Uhr

Die Gemeinde Malente will die Betreuungszeiten im Kindergarten „Alte Schule Benz“ ausweiten. Die Voraussetzungen dafür sollen zum Beginn des neuen Kita-Jahres am 1. August 2018 geschaffen werden, beschloss der Sozialausschuss nach längerer Diskussion einmütig. Das Vorhaben, das mit erheblichen zusätzlichen Betriebskosten für die Gemeinde verbunden ist, muss nun noch von Finanzausschuss und Gemeindevertretung abgesegnet werden.

Bislang ist die Kita lediglich von 7.30 bis 13 Uhr geöffnet. Das birgt Probleme, da viele Eltern auch eine Betreuung am Nachmittag benötigen. Nach derzeitigem Stand sind für das kommende Kita Jahr 2017/2018 lediglich 13 von 20 Plätzen belegt, heißt es in einem Schreiben von Dorfvorsteher Fritz Kamkalow an die Gemeinde, über das im Sozialausschuss beraten wurde. Eine Umfrage habe ergeben, dass sich fast alle Eltern längere Öffnungszeiten – möglichst bis 16.30 Uhr – wünschten. Ihm seien vier Kinder aus Benz bekannt, die woanders hingegangen seien, sagte Kamkalow mit Blick auf die eingeschränkten Öffnungszeiten in Benz.

Träger der Kita ist der TSV Benz-Nüchel, in dem Kamkalow Mitglied ist. Er hatte auf Anregung des Sozialausschusses und nach Gesprächen mit Vertretern des Kreises und der Gemeindeverwaltung einen Bericht ausgearbeitet, in dem er die Möglichkeiten beleuchtet, die Öffnungszeiten der Kita auszuweiten. Das Ergebnis: Dies ließe sich mit einer Investition von rund 8000 Euro bewerkstelligen. Hauptsächlich müsse die Teeküche umgebaut werden, um den Kindern künftig, wie bei längeren Öffnungszeiten vorgeschrieben, ein warmes Mittagessen bieten zu können.

Zur Erinnerung: Die Gemeinde hat erst im vergangenen Jahr beschlossen, fast eine Million Euro in den Ausbau des Awo-Kinderhauses und der evangelischen „Pusteblume“ zu stecken, um den gestiegenen Betreuungsbedarf zu decken.

Trotz der vergleichsweise bescheidenen Investition in Benz zögerte CDU-Gemeindevertreterin Ulrike Behrens (CDU), dem Umbau zuzustimmen. Sie machte wie ihr Fraktionskollege Peter Blenski Bedenken geltend, dass die Kita am Ende doch nicht ausgelastet sein könnte. Dann kämen noch höhere Betriebskostenzuschüsse auf die Gemeinde zu als ohnehin. Für den erweiterten Betrieb der Kita und zusätzliches Personal sind nach Kamkalows Berechnungen Mehrkosten von rund 64  500 Euro jährlich fällig, von denen die Gemeinde rund 41  900 Euro tragen müsste.

Christel Küster (SPD) griff den Hinweis von Kamkalow auf ein Neubaugebiet in Nüchel auf. „Eines ist sicher, wenn man ein neues Haus baut, arbeiten beide“, sagte sie. Insofern sei ein steigender Bedarf nach längeren Betreuungszeiten absehbar. Auch Bürgermeisterin Tanja Rönck warb für das Vorhaben. Angesichts vieler Jobs in Gesundheitsbranche und Gastronomie gebe es eine große Nachfrage nach erweiterten Betreuungszeiten.

Die Leiterin der Grundschule Sieversdorf, Esther John, verwies auf eine zunehmende Nachfrage nach einer Schülerbetreuung am Nachmittag. „Die steigt von Jahr zu Jahr.“ Fast die Hälfte der Schüler nähmen die Nachmittagsbetreuung bereits in Anspruch.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 16:59 Uhr

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