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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 09:04 Uhr

Eutin : Kinderspiele im Schatten der Arche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Familienfest der Freien evangelischen und Leuchtfeuer-Gemeinde am Seepark-Strand. Bedauern wurde über ein fehlendes Tüv-Siegel geäußert.

Laut Bibel strandete die Arche auf der Spitze des Berges Ararat. Der Liegeplatz der Eutiner Arche ist da doch ein wenig idyllischer: direkt am Seestrand der Landesgartenschau. Rund drei Wochen wird das 15 Meter lange Schiff dort stehen. Die Freie evangelische Gemeinde Eutin und die Leuchtfeuer Gemeinde Eutin haben die Holz-Arche nach Eutin geholt und feierten das am Sonnabend mit einem großen Familienfest.

Dabei hatten sie mit einer Einschränkung zu kämpfen – da es noch keine Tüv-Freigabe gibt, darf die Arche nicht betreten werden (wir berichteten). „Eigentlich wollten wir drinnen Leinwände aufhängen, die die Kinder selbst gestalten sollten“, sagt Anja Dahlmann von der Leuchtfeuer Gemeinde. Außerdem hätte es von der zweiten Etage aus einen wunderschönen Ausblick über den Großen Eutiner See und das LGS-Gelände gegeben. So aber musste vor der Arche gefeiert werden. Kinderschminken, Fühlboxen, ein Großes Arche-Puzzle und ein Luftballondart waren aufgebaut worden. Für alle Wissbegierigen hat die Arche ihre Daten am Rumpf hängen: sie ist 4,5 Meter hoch und vier Meter breit, besteht aus 116 Einzelteilen, 221 Bolzen und mehr als sieben Kubikmetern Holz. Und sie wiegt 2,8 Tonnen, das seien umgerechnet drei Eisbären. Eisbären fehlen allerdings vor der Arche. Dafür hat die Kreativwerkstatt der Leuchtfeuer Gemeinde eine große Arche-Fotowand gemalt, auf der sich Kinder kurzzeitig in Löwen verwandeln können, und große bunte Holztiere vor dem Eingang aufgebaut. Jeder der drei Wochen, die die Arche in Eutin Station macht, beschäftigt sich mit einem bestimmten Thema. Beim Familienfest kamen alle drei Themen Pflanzen, Tiere und Wasser vor.

Die verschiedenen heimischen Heilpflanzen wollte Günther Winkelmann (kl. Foto) den Besuchern näher bringen. Rund 20 verschiedene Pflanzen hatte er dabei, gesammelt im eigenen Garten und an der Eutiner Westtangente. „Es geht mir darum, dass die Leute sich wieder mehr für die Heilpflanzen interessieren. Und das geht am besten übers Essen“, schildert der frühere Koch. Sein Lieblingskraut sei die Wegwarte. „Die Blüten sind sehr schön und machen sich gut im Salat. Und aus den Wurzeln kann man Kaffee machen.“

Bei Jannes Kiebach konnte er damit allerdings keinen großen Eindruck machen. Der Vierjährige fand die Schatzsuche, bei der im Sand große Goldmünzen gesammelt werden mussten, viel spannender. Immerhin wurde jede Münze hinterher in einen Bonbon umgetauscht. Gemeinsam mit seinem zwei Jahre alten Bruder Jona erbeutete er so 35 Bonbons.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 18:01 Uhr

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