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Katarina Weiher wechselt vom Osterberg-Institut zur Fachhochschule

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Katarina Weiher gilt auf dem Osterberg als Frau der ersten Stunde. 21 Jahre hat sie das Institut erfolgreich entwickelt und entscheidend geprägt. Heute wird die Institutsleiterin im Rahmen einer Feierstunde vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Kübel-Stiftung, Matthias Wilkes, vor knapp 60 geladenen Gästen verabschiedet. Weier wird Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fachhochschule in Kiel, kümmert sich um „klientenzentrierte Gesprächsführung“ und psychosoziale Beratung.

Die 51-jährige Erziehungswissenschaftlerin aus Plön leitet seit fast sieben Jahren gemeinsam mit Jürgen Meereis das Osterberg-Institut. Sie verantwortete das Zentrum für Kompetenz und Persönlichkeit sowie das Forum Familie. Bei der Weiterbildung von Kindern und Familien hat Katarina Weiher, wie sie sagt, viel Dynamik erlebt. „Eine Woche Osterberg ist mehr als drei Wochen Mallorca“, war das bisher schönste Lob für sie: „Es ist einfach schön zu sehen, wie Familien wachsen und wie sie sich entwickeln.“ Selbst sei sie ein Familienmensch, lebe in Beziehungen und pflege das Mitmenschliche.

Im Osterberg-Institut hat Katarina Weiher engagiert an der Verbesserung der Gestaltung von Beziehungen mitgearbeitet. Die Seminarteilnehmer haben Wahrnehmungen gelernt und eine Kultur des Miteinanders entwickelt. Es geht Katarina Weiher um das Lernen mit allen Sinnen. Und auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Osterberg-Institut der Karl-Kübel-Stiftung wird sie dort als Seminarleiterin zur Verfügung stehen. Freiberuflich bietet sie Beratung und Coaching an. Dabei geht es um Kommunikation und ein am Potential orientiertes Coaching, um die Ressourcen von Menschen zu stärken. Ihr geht es um die Weiterentwicklung von Menschen und Persönlichkeiten.

Und was hat sich in 21 Jahren bei den Familien verändert? „Die Zeit- und Beziehungsarmut ist größer geworden“, sagte Katarina Weiher. Besonders die modernen, digitalen Möglichkeiten der Kommunikation ließen die Aufmerksamkeit schwinden. Katarina Weiher: „Vor 20 Jahren hat es deutlich mehr Aufmerksamkeit und Interesse aneinander gegeben.“

„Der Zeitpunkt stimmt einfach“, sagte Katarina Weiher auf die Frage, warum sie geht: „Zuerst wollte ich nur fünf Jahre bleiben, dann bis zur Vollendung des zweiten Bauabschnittes, den es immer noch nicht gegeben hat.“ Katarina Weiher bezeichnet sich als neugierige Frau. So stieß sie auf eine Ausschreibung des Bereiches soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule in Kiel. Dort bekommt sie nun eine halbe Stelle als Lehrkraft für besondere Aufgaben. „Das liegt mir am Herzen und ist eine Konzentration auf die eigenen Fähigkeiten“, sagte Katarina Weiher. So ein Wechsel sei gut für den Osterberg und werde bestimmt für einen Innovationsschub sorgen.

Ihre Nachfolgerin wird bereits eingearbeitet: Die 41-jährige Andrea Strämke war bereits vor zehn Jahren am Osterberg-Institut und machte dort ihr Anerkennungsjahr. Sie war seither oft Seminarteilnehmerin aber auch Seminarleiterin. Zuvor war Andrea Strämke Referentin beim Deutschen Roten Kreuz und Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände. Einen Rat gibt Katarina Weiher den Verantwortlichen im Osterberg-Institut: „Man sollte neue Zielgruppen erschließen und psychologisch orientierte Arbeitsfelder anbieten.“

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erstellt am 20.Jan.2016 | 13:14 Uhr

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