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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 11:55 Uhr

Kasseedorf setzt auf Tempo-30-Zone und Ausweichbuchten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die neu ausgebaute Sagauer Straße, deren Fahrbahnbreite keinen Begegnungsverkehr zwischen Pkw und Lkw ermöglicht, ohne den als Gehweg gepflasterten Randstreifen zu befahren, beschäftigt Kasseedorfs Kommunalpolitiker seit Monaten. Nun scheint eine Lösung in greifbarer Nähe. Der Straßenzug soll zur Tempo-30-Zone werden und mit rund zehn Ausweichstellen von 22,75 Metern Länge versehen werden. An diesen Stellen muss dafür der Gehweg unterbrochen werden. Dieser Vorschlag des damaligen Planungsbüros werde nach ersten Kontakten auch von der Verkehrsaufsicht des Kreises als gangbarer Weg angesehen, berichtete der Vorsitzende Mirko Strunge (SPD) im Bauausschuss in der vergangenen Woche.

17  000 Euro lautete eine erste Kostenschätzung, bei der unter anderem das rote Betonpflaster gegen anthrazitfarbenes getauscht wird. Einfache Linien reichten bei der Unterbrechung des Gehweges nicht aus. Sie müsse optisch abgesetzt werden. Derzeit prüft die Verwaltung noch, ob dies bei Einsatz von Betonfarbe ohne Pflastertausch und somit kostengünstig erfolgen kann.

Ein Anwohner hatte durch seine Beschwerde den Stein ins Rollen gebracht. Er wollte nicht Ausbaubeiträge für einen Gehweg zahlen müssen, der als Fahrbahn dient. Diesen Widerspruch zur Straßenverkehrsordnung hatte letzten Endes auch der Kreis bestätigt und so die Gemeinde zum Handeln gezwungen.

Die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen sehen eine Straßenbreite von 4,75 Metern für den Begegnungsverkehr von Pkw vor. Bei Einschränken auch 4,10 Meter. Fahrbahn samt Wasserrinne kommen in der Sagauer Straße jedoch nur auf vier bis 4,50 Meter. Um die im Minimum erforderlichen fünf Meter für eine Begegnung zwischen Pkw und Lkw/Bus zu erreichen müsste der Gehweg nur an fünf Stellen unterbrochen werden. Um 5,90 Meter für ein Passieren von zwei Lkw zu erreichen würde der Gehweg entlang der 900 Meter Straße jedoch insgesamt 15 Mal durch die Ausweichbuchten unterbrochen. Da jeweils nur die „Fahrbahnbreite mit eingeschränktem Bewegungsspielraum“ erreicht wird, muss in der Sagauer Straße Tempo-30 gelten.

Thema im Ausschuss war auch die Umrüstung von verbliebenen 15 Straßenlaternen auf energiesparende LED-Leuchtköpfe. Die Mitglieder waren sich einig, zunächst nur im Rahmen der Unterhaltung ein bis zwei Köpfe im Jahr zu tauschen und erhöhten den entsprechenden Haushaltsansatz für 2017 um 500 Euro. Zu einer Vereinfachung des Haushaltes soll es durch die Zusammenlegung von Haushaltsstellen kommen. Zukünftig wird man nicht mehr den Unterhalt von Fahrbahn, Banketten oder Gräben unterscheiden, sondern alles in einer Position zusammenfassen. 2017 soll der Bauhof Ersatz für einen defekten Kehrbesen für den Kommunaltraktor erhalten. Noch in diesem Jahr soll der 22 Jahre alte Hochdruckreiniger ersetzte werden, dessen Reparatur derzeit auf 1700 Euro beziffert wird. Hierzu ist noch ein Nachtragshaushalt durch die Gemeindeversammlung im Dezember zu beschließen.

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erstellt am 06.Nov.2016 | 13:47 Uhr

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