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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 23:26 Uhr

K 32: Schilder wieder aufgebaut

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine „Bürgereingabe“ beim Kreis Ostholstein sorgte für die Reaktivierung der 30 km/h-Zone in der Stadtbeker Straße in Bosau

Da staunt der Autofahrer: Die Stadtbeker Straße im Zuge der Kreisstraße 32 in Bosau ist schon wieder als 30 km/h-Zone beschildert. Erst Anfang 2015 mussten sechs Schilder nach einer Verkehrsschau abgebaut werden.

Der Grund für den Abbau vor 22 Monaten: Bei einer Verkehrsschau, an der neben der Verkehrsbehörde noch Vertreter der Gemeinde Bosau, der Polizei und des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr teilnahmen, wurde die vorhandene Beschilderung überprüft, ob sie im Hinblick auf die 2013 neu gefasste Straßenverkehrsordnung noch korrekt und sinnvoll sei. Gesetzliches Ziel sei es nämlich, den vorhandenen Schilderwald zu verringern.

Da weder besondere Gefahrensituationen erkennbar, noch Auffälligkeiten bei der Polizei registriert waren, wurde damals festgestellt, dass ein Abweichen von der innerorts geltenden Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h in dem Teil der Stadtbeker Straße nicht mehr erforderlich sei. So wurden die Schilder entfernt.

Auch aus der Gemeindeverwaltung hieß es damals dazu, dass die Voraussetzungen für eine Verkehrsberuhigung in der Stadtbeker Straße nicht gegeben seien. Voraussetzung seien Schulen, Kindergärten oder Altenheime. So musste die Gemeinde die Schilder nach fast 20 Jahren wieder abbauen. „In Bosau hat sich der Seniorenbeirat für die Beibehaltung der 30 km/h-Zone stark gemacht“, sagte Bürgermeister Mario Schmidt dem OHA.

Jetzt scheint sich innerhalb von nur 22 Monaten einiges geändert zu haben und der Kreis Ostholstein dreht sich irgendwie im Kreis. „Die Fahrbahnbreite der Stadtbeker Straße betrage im Mittel nur 4,50 Meter“, teilte Carina Leonhardt, Sprecherin des Kreises Ostholstein, für die Verkehrsaufsicht mit. Ausreichend dimensionierte „Gehwege“ seien nicht vorhanden. Hinzu komme, dass viele Grundstücksauffahrten und die querenden Wanderwege zum Plöner See nur schwer einsehbar seien. Von April bis Oktober sei der Bereich von Fußgängern und Jugendgruppen aus der Jugendfreizeitstätte sowie auf der Straße rangierende Segelsportler und dem stark zunehmenden Radtourismus geprägt. Das alles ist in der Stadtbeker Straße aber nicht neu.

Der nördliche Bereich der Stadtbeker Straße in Höhe der Strandsiedlung sei im Mittel fünf Meter breit und in seinem geraden Streckenverlauf auf 400 Meter gut einsehbar, so Leonhardt. Deshalb beginne die 30 km/h-Zone auch erst hinter der Einfahrt zur Strandsiedlung. „Die Grundstücke der Strandsiedlung sind größtenteils über eine Privatstraße erschlossen“, sagte die Kreis-Sprecherin.  

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erstellt am 04.Okt.2016 | 15:29 Uhr

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