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Jugend wünscht sich mehr „Großstadt“ im Ort

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Hauptwünsche der knapp 40 Interessierte zwischen 15 und 20 Jahren lauteten „Malente soll moderner werden“ / Bürgermeisterin Tanja Rönck lauschte gespannt

Wie stellt sich die Jugend das Malente der Zukunft vor? Die Vorschläge waren vielfältig: Diskothek, Shisha-Bar, Wasserski-Anlage, sanierte Turnhalle, Buchläden, Theatergruppe, eine verschönerte Badestelle am Kellersee und freies WLAN. Aber auch eine H&M-Filiale würde der Gemeinde gut stehen, fanden einige.

Im Rahmen des Zukunftprozesses „Unser Malente 2030“ fand am Freitagnachmittag im Malenter Kurpark ein Jugend-Barcamp statt. In der Zeit zwischen 16 und 20 Uhr hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über Ideen und Visionen für das Malente der Zukunft auszutauschen. „Von den Jugendlichen, für die Jugendliche“, brachte die Projektkoordinatorin es auf den Punkt, die sich, wie alle anderen Erwachsenen auch, bewusst im Hintergrund hielten, einige mussten sogar aus der Liegehalle im Kurpark rausgeschickt werden. Den Verlauf des Abends bestimmten die Heranwachsenden selber, der übrigens unter dem Motto „Flashmob#allesaufAnfang?!“ stand. Entsprechend kurz hielt sich sowohl die Projektkoordinatorin als auch Bürgermeisterin Tanja Rönck: „Toll, dass ihr da seid. Sammelt Ideen, wie euch der Schnabel gewachsen ist“, ermutigte sie die jungen Leute noch einmal, bevor dann auch tatsächlich das große Grübeln begann.

Unter der Leitung von René (20), Greta (18) und Jessica (23) teilte sich die Gruppe, bestehend aus rund 25 Personen, auf. Ausgerüstet mit Stiften, Papier und Flipcharts ging es in Richtung der Kaminhäuschen. Die laute und chaotische Atmosphäre bei der Vorbesprechung in der Liegehalle, wandelte sich sofort zu einer erstaunlich disziplinierten und produktiven, obwohl keine Erwachsenen involviert waren. Geduldig wurde sich auf die Bänke gesetzt. Wer etwas zu sagen hatte, meldete sich. Die drei Moderatoren versicherten, dass man nicht voreingenommen sein wolle. „Eine lockere Runde“ war gewünscht. Das Motto solle symbolisieren, dass Malente „umgekrempelt“ werden müsse, damit die Gemeinde der Jugend gerecht werde.

Mehr Freizeitmöglichkeiten wurden gefordert, die Häuser sollen bunter werden, der Bahnhof solle doch bitte mit Graffiti aufgehübscht werden, eine Bar für unter 18-Jährige. Kurz zusammengefasst: Die Jugend wünscht sich mehr Großstadt für Malente. Eine DM-Filiale, eine Bikepark – Geschäfte aller Art wurden vorgeschlagen.

Vielleicht könne einer diese Ideen in ein Projekt münden, erklärte die Koordinatorin. Malente solle langfristig attraktiver gemacht werden. Ein anderer Wunsch wurde schon erfüllt, allerdings nur temporär:Rönck verkündete, dass extra WLAN im Kurpark für diesen Abend eingerichtet wurde. „Als Testphase“, fügte sie hinzu, „wir wollen wissen, wie viel Belastung das WLAN standhält.“ Die Bürgermeisterin zeigte damit, dass sie die Jugendlichen durchaus ernst nehmen möchte, auch wenn mal einige absurde Vorschläge wie „weniger Schule“ ins Gespräch kamen.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 00:37 Uhr

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