zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 22:59 Uhr

Reaktionen nach der Wahl in Malente : „Jede Gemeinde bekommt den Bürgermeister, den sie verdient“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Nach dem Erfolg für die Freien Wähler in Malente sind die unterlegenen Konkurrenten gespannt auf die Amtszeit der neuen Bürgermeisterin.

Holger Bröhl bejubelte den Sieg von Tanja Rönck ausgelassen. Kein Wunder, hatten die Freien Wähler Malente (FWM), deren Fraktionschef Bröhl ist, die parteilose 46-Jährige doch schon vor über einem Jahr als ihre Kandidatin ins Rennen um das Malenter Bürgermeisteramt geschickt.

Doch einfach werde es für die Wahlsiegerin nicht, sagte Bröhl. Nicht, weil sie nach einem langen Wahlkampf vielleicht Gegenwind aus der einen oder anderen Fraktion bekomme, sondern weil die Aufgabe an sich schwer sei: „Malente ist eine Gemeinde, die verschuldet ist und in der so viel aufzuarbeiten ist“, erklärte Bröhl.

Im ersten Wahlgang hatten SPD und besonders die CDU mit ihren Kandidaten herbe Niederlagen kassiert. Die Frage ist, wie sich nun Röncks Verhältnis zu diesen Fraktionen entwickeln wird: „Jede Gemeinde bekommt den Bürgermeister, den sie verdient“, erklärte CDU-Fraktionschef Uwe Potz am Sonntagabend gewohnt bärbeißig. Er hat Hans-Werner Salomon an der Fraktionsspitze abgelöst, nachdem dieser als Bürgermeisterkandidat mit nur 12,8 Prozent der Stimmen durchgefallen war. Die CDU werde Tanja Rönck natürlich ihre Zusammenarbeit anbieten, ergänzte Potz.

Zwar kündigte SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning an, der neuen Rathauschefin „wie in der großen Politik“ eine Schonfrist von 100 Tagen zu gewähren. Doch war aus seinen Worten auch Skepsis herauszuhören, bezogen auf den Rönck-Slogan „Jenseits der Parteien“. „Dann muss sie zeigen, wie sie das machen will“, forderte Redepenning.

Erfreut reagierte Gemeindevertreter Ingo Wagner (Grüne), dessen Partei Rönck unterstützt hatte. „Ich wünsche mir, dass Tanja Rönck das, was sie sich vornimmt, auch umsetzt – mit unserer Hilfe.“ Schon jetzt überzeugt von Tanja Röncks zeigte sich FDP-Fraktionschef Wilfred Knop: „Sie wird beweisen, dass auch Frauen an der Spitze gut sein können.“

Einer, der es wissen muss, ist Röncks ehemaliger Chef im damaligen Amt Plön-Land, Mario Schmidt. Er sagte Politik und Verwaltung in der Gemeinde am Sonntag bei der Wahlparty eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Bürgermeisterin voraus.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jun.2016 | 20:56 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen