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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 00:23 Uhr

Irritation um Anlieger-Parkausweise

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Protest aus de r Oldenburger Landstraße gegen Gebührenhöhe und angebliche Restriktionen

Die von der Stadtvertretung festgelegte Strategie, dass es während der Landesgartenschau (LGS) keine kostenfreien, zeitlich unbegrenzten Parkplätze in der Nähe des LGS-Geländes geben soll, hat Verdruss ausgelöst. Eine Konsequenz ist, dass im Jungfernstieg sowie in der Oldenburger Landstraße, in der Robert-Schade-Straße und am Ihlpool kein freies Parken mehr möglich sein wird. Damit Anlieger aber weiter ihr Auto in der Nähe ihrer Haustür abstellen können, sollen diese Stellflächen für Anlieger mit Ausweis reserviert werden.

„Grundsätzlich begrüßen wir die Reaktion der Stadtvertreter, während der Landesgartenschau die Parkplatzbeschilderung in der Oldenburger Landstraße zur Vermeidung eines vorhersehbaren Park-und Verkehrschaos’ zu ändern“, heißt es in einer Petition der Anwohner der Oldenburger Landstraße, die vergangene Woche dem Bürgermeister zueschickt wurde. Aber: Eine Antragsgebühr von 10 Euro für einen Anliegerausweis, der das Parken in der eigenen Wohnstraße ermögliche, sei ein „provokanter Affront“. Und es sei eine erhebliche Benachteiligung, heißt es in dem Schreiben weiter, dass nur Anwohner ohne Stellplätze auf ihrem Grundstück überhaupt einen Anliegerparkausweis bestellen dürften.

Das müsse ein Missverständnis sein, sagte die zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus, Julia Lunau, dem OHA: „Eine derartige Beschränkung gibt es nicht. Anlieger können Parkausweise beantragen, ob sie nun einen Stellplatz auf dem Grundstück haben oder nicht,“ versicherte sie. Rund 150 Haushalte seien von der bevorstehenden Änderung der Parkregelung betroffen und angeschrieben worden.

Zu der Kritik an der Höhe der Gebühren für den Parkausweis (10 Euro) hat der OHA einen Blick in andere Städte geworfen. Ein paar Beispiele: In Kiel kostet ein Anliegerparkausweis (ein Jahr gültig) je nach Stadtteil zwischen 10,20 und 30,70 Euro pro Jahr. Hamburg, München und Köln nehmen 30 Euro für ein Jahr. Vergleichsweise günstig ist Berlin (20,40 Euro für zwei Jahre), teuer dagegen das niedersächsische Oldenburg: Dort kassiert die Verwaltung 30,70 Euro für einen Jahresausweis.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 13:55 Uhr

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