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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 23:28 Uhr

Innovativer Unterricht führt zwei Lehrer zum Gipfeltreffen nach Berlin

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit Anne und Malte Puck sind zwei Biologielehrer aus dem Lütjenburger Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum auf dem Nationalem Science on Stage Festival in Berlin zu Gast. Es ist das Gipfeltreffen der besten „Mint“-Pädagogen Deutschlands.

Drei Tage lang stellen vom 18. bis 20. November rund 100 der engagiertesten Lehrkräfte des Landes auf der Bildungsmesse innovative Projekte für den Unterricht vor. Mit ihrer Teilnahme bewerben sich die Lehrkräfte zudem für einen Platz in der deutschen Delegation beim Europäischen Science on Stage Festival 2017 im ungarischen Debrecen.

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Artenschutz – diese Themen werden auf deutschen Lehrplänen immer wichtiger: Anne Puck und Malte Puck machen in ihrem Projekt „Unsere Lütje Natur“ vor, wie das eigene Schulgelände dafür optimal genutzt werden kann. In ihrem Unterricht entdecken und erforschen ihre Schüler das Leben auf einer Streuobstwiese, einem Wald oder in einem Kräutergarten, sie pflegen das Gelände und entwickeln so ganz nebenbei ein Bewusstsein für die Natur.

Wie gut das funktioniert, zeigt sich auch darin, dass inzwischen Grundschulen der Umgebung „Unsere Lütje Natur“ als außerschulischen Lernort nutzen. Das Projekt hat sich mit dieser so einfachen wie genialen Idee unter zahlreichen Einsendungen besonders für die Teilnahme in Berlin qualifiziert. Das Konzept von Anne und Malte Puck hat nun die Gelegenheit Schule zu machen – nicht nur bei den Kollegen in Deutschland. In Berlin werden zwölf Lehrer gekürt, die Deutschland beim größten Lehrerfestival für Naturwissenschaften in Europa in Debrecen vertreten.

Die Biologielehrer Anne und Malte Puck machen ihren Unterricht mitten in der Natur zu einem Naturerlebnis, bei dem das Außengelände zum offenen außerschulischen Naturlernort umfunktioniert wurde: Ob Naturlernpfad über die Streuobstwiese und den Wald, Kräutergarten, Bienenzucht in der schuleigenen Imkerei oder „Grünes Klassenzimmer“ am Schulteich – hier wird Natur in vielen Facetten erlebbar gemacht. Schüler erhalten so nicht nur die Möglichkeit ihre Umwelt genau zu beobachten und selbst forschend aktiv
zu werden, sondern entwickeln durch die Verantwortung für die Pflege des Geländes auch ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Umwelt– und Artenschutz.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 00:32 Uhr

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