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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 01:04 Uhr

„Ich würde gerne in die USA“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Die Europäische Identität lernt man im Ausland kennen – hier erfahren wir erst Dinge, die uns ausmachen“, sagt Lisa Sprenger. (19). Die Schülerin engagiert sich bei der Organisation AIFS und war mit einem Infostand auf der gestrigen Europa-Messe in der Kreisberufsschule vertreten. Es präsentierten sich Organisationen, die die Berufsschüler über Praktikums-, Studien,-und Sprachangebote informierten.

Lisa Sprenger machte vor drei Jahren ein High School Jahr in den USA, absolviert dieses Jahr ihr Abitur an der Berufsschule und gibt ihr Wissen an Andere weiter. Sie findet das vielfältige Angebot der Europa-Messe gut. „Der Andrang ist wirklich groß“, sagt Sprenger. Lehrer für Sprachen unterstützten die Europa-Messe besonders, sagt die Schülerin. Gemeinsam mit Tugba Sahan (22) ist sie in der Messebetreuung tätig. Tugba Sahan verbrachte nach dem Abitur ein Au-Pair-Jahr in den USA, anschließend machte sie Work & Travel in Australien. Sie habe nach dem Abitur gemerkt, dass sie noch nicht bereit für ein Studium ist, sagt Sahan. Sie möchte viele Leute überzeugen, ins Ausland zu gehen. „Wenn du jetzt den Schritt nicht machst, machst du es gar nicht mehr“, sagt die 22-Jährige. Sie habe nur positive Erfahrungen gemacht: „Meine Blickweisen haben sich verändert, ich habe viele Kontakte mit nach Hause genommen“, sagt sie.

Der große Andrang bei Städen von Organisationen, die Auslandsaufenthalte möglich machen, zeigt, dass Reisen bei jungen Menschen besonders aktuell ist. Neben AIFS präsentierten sich EF, AFS interkulturelle Begegnung und Kultur Life. Zusätzlich gab es Vorträge zu diversen Themen, die einerseits von den Organisationen selbst, andererseits von Lehrkräften der Schule gehalten wurden.

Gerald Schlüter, Europabeauftragter der Kreisberufsschule, sagt: „ Seit 2013 sind wir Europaschule – jetzt findet zum zweiten Mal die Europa-Messe statt und die Resonanz der Schüler ist sehr gut.“ Es besuchten 50-60 Klassen die Messe, sagt Schlüter. „Wir geben jedem Schüler im dualen System die Chance, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Die Schule hat genügend Ressourcen für Auslandspraktika, die von Europafördergeldern getragen werden“, sagt Gerald Schlüter. Es können Auszubildende im zweiten und dritten Lehrjahr teilnehmen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Das Praktikum dauert bis zu drei Wochen. Ziel der Kreisberufsschule sei es, jedem Schüler etwas anbieten zu können.

Rebecca Benecke (19), Schülerin am beruflichen Gymnasium, findet die Europa-Messe informativ: „Man bekommt einen groben Überblick, was man nach dem Abitur alles machen kann“, sagt sie. Rebecca möchte nach ihrem Abschluss gerne reisen: „Mich interessieren Länder außerhalb Europas – ich würde gerne in die USA.“

Lisa Sprenger sammelt für ihr Engagement Punkte, die ihr in Form von Gutscheinen angerechnet werden. So will sie als nächstes nach England reisen. Bis dahin wird sie weiter versuchen, die Reiselust bei anderen zu wecken.

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