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Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

Horst Wulf-Schnabel erster Senior

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neuer Vorsitzender des Bosauer Seniorenbeirates will die älteren Bosauer aus ihrem täglichen Einerlei heraus holen

Vor ihm in seinem häuslichen Büro stehen mindestens 50 Aktenordner in verschiedenen Farben fein säuberlich in Regalen aufgereiht, ein Computer und ein großer Drucker. Der 75-jährige Horst Wulf-Schnabel aus Hutzfeld hat in seinen Ehrenämtern alle Hände voll zu tun. Er macht es gern, denn Horst Wulf-Schnabel bekommt viel Freude und Dankbarkeit zurück, wie er stolz versichert. Jetzt hat Horst Wulf-Schnabel den Vorsitz des Bosauer Seniorenbeirates von Ursula Koppe übernommen, die den Seniorenbeirat seit über 15 Jahren leitete.

„Ehrenamtliche Arbeit hält mich selbst geistig und körperlich fit“, schmunzelt Wulf-Schnabel. Für den neuen ersten Senior der Gemeinde Bosau ist die ehrenamtliche Arbeit für die Allgemeinheit nichts neues. Von 1963 bis 1980 war der für die CDU in der Bosauer Gemeindevertretung und dabei zeitweise auch stellvertretender Bürgermeister. Mit Horst Wulf-Schnabel, Jürgen Klapproth und Kay Löptien wurde damals das „Bosauer Modell“ geboren und gelebt – jeder für die Gemeinde Bosau und ohne Profilierungssucht. Das Modell ist heute längst beerdigt.

Natürlich half Horst Wulf-Schnabel auch aktiv in der Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade mit, hatte ein Baugeschäft in Hutzfeld, trat 1957 als gelernter Zimmermann in den Bosauer SV ein und war später von 1988 bis 1998 mit seiner Frau Jutta Leiter der DJO-Bildungsstätte in Bosau. 2000 ging er als 60-Jähriger in Rente. Sportlich hat er neben Tischtennis auch Badminton und Volleyball gespielt. „Heute geht nur noch Prellball“, schmunzelt der überaus rüstige Rentner an seinem Schreibtisch. Horst Wulf-Schnabel ist aber auch Sterbebegleiter in der Hospizinitiative Eutin. „Ich sehe mich aber mehr als Lebensberater“, sagt er.

Und jetzt noch Vorsitzender des Seniorenbeirates in der Gemeinde Bosau? Für Horst Wulf-Schnabel ist das offensichtlich keine Belastung, sondern eine Ehre. „Ich führe die Älteren aus der Gemeinde zusammen“, benennt Horst Wulf-Schnabel sein Ziel. Den nach seiner Schätzung rund 300 Senioren über 60 Jahren in der Gemeinde Bosau gehe es gar nicht so viel um Aktivitäten. Sie wollten einfach nur nett zusammensitzen, Kaffee trinken und
Kuchen essen und dabei klönen.

„Ich gehe schon mein ganzes Leben lang gern auf andere Menschen zu“, charakterisiert sich Horst Wulf-Schnabel. Er spreche gern Menschen an, um sie aus ihrem täglichen Einerlei heraus zu holen. „Das ist auch ein bisschen Eigennutz, denn so halte ich mich selbst fit“, schmunzelt Horst Wulf-Schnabel, der selbst schon seit 2008 im Bosauer Seniorenbeirat mitmischt.

Er sei froh, dass er neben seinem Stellvertreter, Jürgen Sibbert, einen guten Vorstand unter anderem mit Ursula Dardemann und Irene Harder aus dem Veranstaltungsteam habe. Das ganze Vorstandsteam organisiere Seniorenfahrten oder Spielnachmittage sowie Vorträge für Ältere aber auch Musiknachmittage. Hilfreich sind dabei auch die Seniorenvertreter aus den Dorfschaften. Das Leben für die Senioren in der Gemeinde Bosau sei meistens intakt. Besonders im dörflichen Bereich zähle noch die so wichtige Hilfe in der Nachbarschaft. Und so ist der 75-Jährige immer auf der Suche nach Aktiven, die – so wie er – mithelfen wollen, dass es allen Senioren in der Gemeinde Bosau gut gehe. 

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erstellt am 18.Okt.2016 | 13:35 Uhr

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