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Ostholsteiner Anzeiger

07. Dezember 2016 | 13:37 Uhr

Holzbergturm droht der Abriss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sanierung des maroden Bauwerks käme sehr teuer – Neubau aus Stahl?

Die Gemeinde Malente und die Holsteinische Schweiz könnten eine ihrer touristischen Attraktionen verlieren. Nach einer Sitzung des Planungsausschusses am Dienstagabend scheint die Zukunft des erst 2005 errichteten 28,5 Meter hohen Aussichtsturms auf dem Holzberg in Malente-Neversfelde ungewisser den je.

Allein ein Gutachten, das den Zustand des Turms, Sanierungsvorschläge oder den Neubau eines Stahlturms anstelle der maroden Konstruktion aus Lärchenholz beleuchtet, würde 15  000 Euro kosten, erklärte Bauamtsleiterin Britta Deubel. „Dafür bekomme ich ja fast schon einen Abriss hin“, entfuhr es Petra Griep. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Verschönerungsvereins Neversfelde, dem das seit vergangenem Juni gesperrte Bauwerk gehört.

Wie in der Sitzung bekannt wurde, hatte der Finanzausschuss bereits in der vergangenen Woche in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, kein Geld für ein Gutachten bereitzustellen. Der Eutiner Prüfingenieur für Baustatik, Dr. Joachim Scheele, hatte die Sanierungskosten bereits in einer vorigen Sitzung des Planungsausschusses auf kaum weniger als die damalige Bausumme von 180  000 Euro geschätzt.

Angesichts dieser Ausgangslage bestätigte der Planungsausschuss einmütig das Votum des Finanzausschusses: Der erteilte Bürgermeister Michael Koch den Auftrag, Gespräche mit dem Verschönerungsverein zu führen. Dabei soll geklärt werden, ob der Verein noch Geld in den Turm stecken will oder ob er abgerissen werden soll und was dann geschehen könnte. „Wir sind innerlich bereit“, dem Verein den Turm abzunehmen“, erklärte Ausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU). Trotz der seit Jahren desolaten Finanzlage der Gemeinde schwebt den Kommunalpolitikern ein Neubau vor – dann aber aus dauerhaftem Stahl.

Wie teuer ein solcher Stahlturm werden könnte, ist unklar. Die Verwaltung könne dazu ohne Gutachten keine Kostenschätzung abgeben, erklärte Britta Deubel. Möglicherweise droht auch noch die anteilige Rückzahlung von Fördergeldern. Denn die Förderperiode endet erst im Herbst 2017. So lange könne man den Turm aber nicht stehen lassen, sagte Britta Deubel.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 11:34 Uhr

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