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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 13:43 Uhr

Hoffnung auf mehr Projekte von Privaten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Unter den 19 bislang geförderten Vorhaben der Aktiv-Region ist nur ein privates

Eigentlich ist die Aktiv-Region Schwentine - Holsteinische Schweiz mit der vor gut einem Jahr angelaufenen neuen Förderperiode ganz zufrieden. „Unsere Entwicklungsstrategie bewährt sich“, stellt Joachim Schmidt, Vorsitzender der Aktiv-Region fest. Immerhin seien schon 19 Projekte mit einer Fördersumme von knapp 500  000 Euro und einer Investitionssumme von über einer Million Euro angeschoben worden.

Trotzdem sieht Schmidt noch Raum für Verbesserungen. „Bisher konnten wir nur ein Projekt in privater Trägerschaft fördern. Das ist uns zu wenig. Da müssen wir mehr tun“, sagt Schmidt. Die Aktiv-Region vermutet, dass mögliche private Träger wie Vereine, Verbände, Einzelpersonen, aber auch Unternehmen, sich scheuen, die Beantragung in Angriff zu nehmen, weil sie eine überbordende Bürokratie befürchten.

„Natürlich müssen Anträge ausgefüllt und viele Regeln beachtet werden“, räumt Günter Möller, Regionalmanager der Aktiv-Region ein, „aber zum einen ist unser Antragssystem recht gut zu bewältigen und sollte deshalb keinen abschrecken. Zum anderen stehen wir als Geschäftsstelle immer mit Rat und Tat zur Seite“. Möller würde sich freuen, wenn man auf ihn zukäme, auch wenn ein Projekt noch in der Ideenphase stecke. „Wir können schon sehr früh ausloten, ob das Vorhaben förderfähig ist“, sagt er.

Das Projekt „Musiculum mobil“ der Stiftung Jovita aus Kiel sei so ein privates Projekt. Dessen Ziel sei, für den ländlichen Raum Schleswig-Holstein mehr Bildungsvielfalt im musikalischen Bereich für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren zu schaffen. Musikpädagogen kämen in die Kitas mit vielen verschiedenen Instrumenten, die die Kinder ausprobieren könnten. Mit einem altersgerechten Konzept werde das Interesse an der Musik geweckt und das Verstehen und Wahrnehmen von Klängen und Geräuschen gefördert.

Joachim Schmidt wünscht sich mehr solcher Projekte: „Ich bin mir sicher, dass viele Vereine und Organisationen, aber auch Privatpersonen Ideen haben, Bildung zu fördern, den ländlichen Raum attraktiver zu gestalten, nachhaltig Energie zu nutzen und vieles mehr“, betont Schmidt. „Wir müssen unsere Chancen, die uns durch die Fördermöglichkeiten der Aktiv-Region eröffnet werden, unbedingt nutzen“, fordert er. Eine Bewerbung lohne sich immer.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 11:28 Uhr

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