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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:34 Uhr

Hochklassiges Tennisturnier

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

25. Freischützturnier des Eutiner TC Grün-Weiß findet in Philipp Storjohann einen verdienten Sieger

Der Sieger der Herren-Konkurrenz beim 25. Freischützturnier fiel dem Turnierdirektor Klaus-Peter Kluwe-Böttger quasi zu. Philipp Storjohann hatte eigentlich für ein anderes Turnier melden wollen, dort aber seinen Wunsch nach speziellen Spielzeiten geäußert. Daraufhin wurde er dort kommentarlos gestrichen – und wandte sich dem Turnier des Eutiner Tennis Clubs Grün-Weiß zu. Als Spieler der Leistungsklasse (LK) 1 war er auch Favorit, aufgrund der späten Meldung aber nicht gesetzt.

Leidtragender des Glücksfalls für den Veranstalter war Arne Steffenhagen, der an Position 2 gesetzt war, aber schon im Viertelfinale auf Storjohann traf. Dort unterlag er 3:6 und 2:6. „Mein Aufschlag ist überhaupt nicht gekommen“, sagte Steffenhagen nach dem Match, der beim ETC das kleine Tennis-1x1 erlernt hatte. Philipp Storjohann nahm das Startrecht beim Freischützturnier als Geschenk zum 22. Geburtstag. Klaus-Peter Kluwe-Böttger überreichte dazu einen edlen Tropfen, Gratulanten vor Ort waren die Großeltern Ilse und Erich Storjohann. Im Halbfinale schaltete Storjohann mit Mirco Cordua einen weiteren Lokalmatador aus.

Am Sonntag lieferte er sich mit Ole Behncke, ebenfalls ein Eutiner Tennisgewächs, ein hochklassiges Duell. „Es gab nach den Ballwechseln oft lang anhaltenden Applaus“, berichtet Kluwe-Böttger. Die beiden Finalisten zeigten zweieinhalb Stunden hochklassigen Tennissport, Außenseiter Ole Behncke hatte im dritten Satz Matchball, den er aber nicht verwandeln konnte. Philipp Storjohann ließ sich im Entscheidungssatz auch von einem 1:4-Rückstand nicht aus dem Konzept bringen: „Das war der Zeitpunkt, an dem ich wusste, dass ich mich auf meine Atmung konzentrieren muss.“ Zudem wechselte er den Schläger, mit dem er letztlich auch den Matchpunkt holte.

Bei der Siegerehrung hielt der Sieger des Herrenturniers die Rede für die Aktiven. Er lobte Organisation und Atmosphäre. „Das war ein super Turnier“, sagte Philipp Storjohann, der sonst auch auf größeren Turnieren zu Hause ist. Er nahm den Wanderpokal strahlend entgegen und versprach, ihn im kommenden Jahr zu verteidigen.

Dann wäre Storjohann das zweite Mal dabei. Deutlich öfter war Jens Rönpage am Start, der durch eine Verletzung gehandicapt bei seiner 17. Teilnahme im Halbfinale der Herren 50 gegen den späteren Sieger Hans-Jürgen Albert aus Bargteheide passen musste. Albert verdiente sich mit seinem extremen Topspin den Spitznamen „Nadal“. Im Endspiel besiegte er den Schönberger Andreas Matthiessen 6:3, 6:2. Bei den Herren 60 unterlag Titelverteidiger Peter Sommer gegen Gerhard Pingel. „Ich hatte heute keine Mittel, mir ist nichts eingefallen, der Bessere hat das Finale gewonnen.“

Arne Steffenhagen steckte seine frühe Niederlage im Herrenturnier gegen Philipp Strojohann gut weg: Er setzte sich in der Nebenrunde in jeder Runde sicher durch und besiegte im Endspiel Timo Lotties in zwei Sätzen 7:6, 6:1.

Übrigens hatten die Organisatoren des 25. Freischützturniers mit dem Wetter Glück. Bis auf eine „Husche“ am Sonnabend blieb es weitgehend trocken. Turnierchef Kluwe-Böttger setzte bei der Wetterprognose auf seinen Glücksbringer. Trotz vorwiegend durchwachsener Vorhersagen stand er zu seinem Strohhut, der ihn durch die Turniertage begleitete.

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erstellt am 01.Aug.2016 | 22:19 Uhr

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