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Ostholsteiner Anzeiger

21. Dezember 2014 | 02:50 Uhr

Neue Hoffnung : Hilfe aus Kansas soll Oper retten

vom

Die Wirtschaftsvereinigung will 2011 für Musik auf der Freilichtbühne sorgen.

eutin | Neue Hoffnung für die Freunde der Eutiner Sommeroper: Ein Studentenorchester aus Eutins amerikanischer Partnerstadt Lawrence soll mit seinem Dirigenten David Neely, der über jahrelange Erfahrungen an deutschen Opernbühnen verfügt, 2011 das musikalische Leben auf der Freilichtbühne fortführen. Im Gespräch dafür sind bereits Aufführungen der Märchenoper "Hänsel und Gretel".

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Den Plan, die hiesige Operntradition mit Hilfe der Musikstudenten der Universität Kansas zu retten, will die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) heute Nachmittag den Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung und Landtagsabgeordneten vorstellen. Bei einem Treffen mit David Neely am Donnerstag in Coburg hat der WVE-Vorstand das Vorhaben so weit konkretisiert, dass er jetzt auch öffentlich über das neue Konzept reden will. Neely hatte es auf OHA-Anfrage am Mittwoch noch abgelehnt, sich zu den Planungen zu äußern und auf eine mögliche Pressekonferenz am kommenden Sonntag verwiesen.
Die WVE will klar das Sagen haben
Mit im WVE-Boot sind die Marketing-Expertin Katharina Berges vom Malenter Immenhof und Rainer Wulff, der ehemalige Pressesprecher der Eutiner Festspiele. Mit seiner Erfahrung als früherer Intendant und Regissseur in der Eutiner Opernscheune soll auch Jörg Fallheier eingespannt werden. Allerdings hat die WVE-Führung angesichts der öffentlich von Stadtvertretern geäußerten Vorbehalte gegen Fallheier eingesehen, dass der Künstler dabei nicht in vorderster Reihe marschieren sollte.

Bei dem Versuch, eine Nachfolgelösung für die wegen Zahlungsunfähigkeit vor der Liquidation stehenden Eutiner Festspiele auf die Beine zu stellen, will die WVE jedenfalls klar das Sagen haben. Sie will für das Projekt eine Trägergesellschaft gründen; im Gespräch heute mit den Politikern soll ausgelotet werden, ob die öffentliche Hand 2011 annähernd zur finanziellen Unterstützung im Umfang der bisherigen Förderraten bereit sein wird. Die Eutiner Stadtvertreter hatten jüngst eine Bezuschussung alternativer Festspiel-Konzepte für 2011 abgelehnt, aber pauschal 125.000 Euro für kulturelle Aktivitäten im kommenden Sommer reserviert.
"Wir wollen kein Risiko mehr"
Von Stadtvertretern war in dieser Woche zu hören, dass sie "ganz, ganz vorsichtig" an die WVE-Präsentation herangehen wollten. Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz hat ebenso im Vorwege bereits deutlich gemacht, dass die Stadt nicht mehr bereit sein werde, ein Defizit bei einem Spielbetrieb auf der Freilichtbühne auszugleichen: "Wir wollen kein Risiko mehr." Sein Anspruch an die WVE: "Die Zahlen und das Konzept müssen stimmen."

Grundvoraussetzung für eine künftige Nutzung der Freilichtbühne ist, dass die Stiftung Schloss Eutin mit einer Nachfolgelösung für die Festspiele einverstanden ist. Dieses Mitspracherecht billigt ihr der städtebauliche Vertrag zu, mit dem Ende der 90er Jahre der Standort der Bühne im Schlossgarten gesichert wurde; die Stiftung ist zudem Eigentümerin des Geländes. Kultusminister Ekkehard Klug erwiderte eine Frage des OHA dazu so: "Natürlich ist auch das Land an einem guten Konzept für die Bespielung des Grünen Hügels interessiert. Diese Fragen werden derzeit geprüft, darauf kann heute noch keine Antwort gegeben werden."

Wegen hoher Defizite, die von der Stadt nicht mehr auszugleichen waren, hatte die Eutiner Festspiele GmbH im Oktober den Insolvenzantrag gestellt. Erwartet wird, dass zu Jahresbeginn das Verfahren eröffnet wird.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 11:11 Uhr

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