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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 12:55 Uhr

Großes „Trara“ um die Sporthalle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Diskussion um die künftige Sportstätte der Wilhelm-Wisser-Schule reißt nicht ab / SPD fordert vertrauliches Gespräch der Beteiligten

Dünnhäutig zeigte sich Carsten Behnk beim jüngsten Ausschuss für Schule, Jugend, Sport, Kultur und Soziales bei der Frage nach der geplanten Sporthalle für die Wilhelm-Wisser-Schüler. „Das ist verwaltungsintern, in diesem Rahmen ist das Thema noch nicht sprechfähig“, erklärte das Verwaltungsoberhaupt kurz. Dem vorausgegangen war der Vorschlag Hanjo Iwanowitschs (SPD), das viel diskutierte Bauvorhaben am Güterbahnhof noch einmal aufzugreifen. Der Grund: Schulleiter Sven Ulmer hatte im Oktober Kritik geäußert an dem kommunalpolitischen Beschluss, eine Sporthalle auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs zu bauen. Iwanowitsch: „Das Thema bewegt uns sehr, und jeder Beschluss kann auch noch mal anders beschlossen werden.“ Die SPD-Fraktion wolle beantragen, erklärte Iwanowitsch, dass sich Ausschussmitglieder, Verwaltung und die Schulen nochmals im vertraulichen Gespräch zusammen setzen – „um Fragen zu stellen, die sonst nicht gestellt werden und möglicherweise noch Dinge bewegen zu können““. Doch Iwanowitsch erntete für die Idee seiner Partei Gegenwind aus den Reihen der CDU. „Die Aufträge sind klar, alles obliegt der Verwaltung“, antwortete etwa Matthias Rachfahl (CDU). „Aus Sicht der CDU sehe ich keinen Bedarf, da nochmal reinzugrätschen“. Als „Trara“ bezeichnete der Fraktionsvorsitzende außerdem das Gebaren der SPD bei diesem Thema: „Ich habe das Gefühl, das ist Stimmungsmache“, sagte Rachfahl. Von „Trara“ sei die SPD-Fraktion weit entfernt, entgegnete Hanjo Iwanowitsch, „es geht uns nur um den Aspekt, dass eine Sporthalle geplant wird, bei der die Schule, für die sie gebaut wird, meint sie nicht nutzen zu können“. Die Situation habe Auszüge eines Schildbürgerstreichs, erklärte Iwanowitsch. Katja Behrends (SPD) pflichtete ihrem Vorredner bei: „Wir nehmen die Bedenken des Schulleiters der Wisser-Schule sehr ernst, zumal sie uns so nicht bekannt oder bewusst waren.“ Für eine Kreisstadt sei eine gut ausgestattete Schule unerlässlich, fuhr Behrends fort. „Pönitz hat eine wunderbar ausgestattete Schule, Malente spricht über einen Schulneubau, und wenn wir über unsere Schule sprechen, kommt mir das kalte Grausen“, erklärte Katja Behrends. Auf die Frage Iwanowitschs „Das heißt, die Sache liegt auf Eis und wir können nichts machen?“ in Richtung Carsten Behnk, reagierte dieser gereizt „Führen wir jetzt einen Dialog?“. Nachdem auch Marion Zabel (FDP) und Reinhard Sohns (Die Grünen) dafür plädierten, die Diskussion um die Sporthalle der Wilhelm-Wisser-Schule nicht immer wieder aufzurollen, sagte Carsten Behnk: „Die Problematik ist verworren, aber in verwaltungsinterner Abstimmung, wo sie auch hingehört. Insofern geben Sie uns bitte die nötige Zeit.“ Hanjo Iwanowitsch schloss die Diskussion mit dem Vorschlag: „Dann verschieben wir den Antrag vorerst um einen Ausschuss und sehen dann, was die Verwaltung zu dem Thema zu sagen hat.“

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erstellt am 17.Nov.2016 | 18:53 Uhr

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