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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 23:26 Uhr

Großen Applaus für Netzwerker

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geschäftsführung des Jobcenters Kreis Plön wechselte Montagabend von Gerhard Kerssen an seinen Nachfolger Michael Westerfeld.

Das Netzwerk des Jobcenters Kreis Plön hat gestern Abend seinen wohl wichtigsten Netzwerker verloren: Der 63-jährige Gerhard Kerssen hat die Geschäftsführung an seinen Nachfolger Michael Westerfeld übergeben. Wie der OHA berichtete, widmet sich Kerssen nach 21 erfolgreichen Jahren neuen Aufgaben in der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel.

Stefan Leyk, Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters, lobte 21 Jahre erfolgreiche Arbeit für den Kreis Plön. Man habe sich aneinander gerieben, aber auch voneinander gelernt. Kerssen habe die Menschen in den Mittelpunkt gestellt und die größte Sozialbehörde des Kreises Plön zu einem Erfolgsmodell gemacht. Kerssen sei ein Querdenker, ein Vordenker und ein Fördermittel-Akquisiteur.

Landrätin Stefanie Ladwig lobte Kerssens Herzblut und die sprühenden Ideen. Dabei habe er geräuschlos und mit hohem Engagement eine neue Behörde im Kreis Plön aufgebaut. Mit Weitsicht und Ideenreichtum habe Gerhard Kerssen diese Behörde zu einem der leistungsfähigsten Jobcenter bundesweit gemacht. „Wir werden Gerhard Kerssen im Kreis Plön vermissen“, sagte Ladwig.

Petra Eylander, neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Kiel, beschrieb den Werdegang Kerssens in der Arbeitsverwaltung. Kerssen habe als Gestalter des Arbeitsmarktes im Kreis Plön wahre Pionierarbeit geleistet und seine Fähigkeiten als Macher optimal eingesetzt. Das Jobcenter sei mit ihm zu einer Institution im Kreis Plön gewachsen.

Ulrich Mietschke, Vorsitzender des Beirates des Jobcenters, blickte in seiner Festrede auf eine „spannende und bewegte Zeit“ zurück. Entstanden seien ein experimentierfreudiges Jobcenter und ein starkes Netzwerk mit Gerhard Kerssen als Initiator und Antreiber. Gerhard Kerssen sei immer ansprechbar und offen immer mit festem Blick auf die „Mitspieler“ gewesen.

Mitarbeiter Frank Petersen beschrieb den Schreibtisch Kerssens. Der freute sich über die Fotos seines „aufgeräumten“ Mobiliars. Der Abschied vom Jobcenter war für Gerhard Kerssen an seinem letzten Arbeitstag ein bewegendes Moment. „Eine Reform jagte die andere“, blickte er auf 21 Jahre Arbeit zurück. Der Start sei noch holprig gewesen. Doch jetzt sei er stolz auf seine 120 Mitarbeiter. Er verlasse in voller Fahrt das Jobcenter: „Das Problem der nächsten Jahre wird die Kinderarmut im Kreis Plön sein.“ Immerhin: 1700 Mädchen und Jungen gehörten im Kreis schon zu Empfängern der Grundsicherung.

 

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erstellt am 01.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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