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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Griebeler Bogenschützen trainieren in Kasseedorf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Green Arrow“ heißt die Comicfigur, die Vorlage für die US-Fernsehserie „Arrow“ ist und seit 2013 auch über deutsche Bildschirme flimmert. Darin sorgt Milliardär Oliver Queen in Robin-Hood-Manier für Recht und Ordnung. Seine wichtigsten Waffen sind, nomen est omen, Pfeil und Bogen.

Wer nun bei den Bogenschützen der Griebeler SV wilde und martialische Kerle erwartet, wird eines anderen belehrt. Pfeil und Bogen seien in Deutschland, anders als die Armbrust, nicht als Waffe eingestuft, stellt Horst Kleinfeld gleich zu Anfang klar. Körperwahrnehmung und die Fähigkeit zur Konzentration sind der Weg zum Ziel. Kleinfeld, der genau wie seine Ehefrau Bettina die C-Lizenz für Leistungsschießen besitzt, begeistert am Bogensport die Möglichkeit, den Sport in jedem Alter erfolgreich ausüben zu können.

Auch muss man nicht in jungen Jahren begonnen haben, um in der oberen Leistungsklasse mitzuhalten. Erfolge seien schon nach einem Jahr intensiven Trainings möglich. Bester Beweis sind Peter Erbs, Peter Wagner und Volker Sieber, die 1996, nur ein Jahr nach Gründung der Bogensparte, als Mannschaft den Deutschen Meistertitel nach Griebel holten. Seitdem gibt es zahlreiche Erfolge.

Wie gut man bei diesem Sport, dem Peter Worms auch meditative Züge zuspricht, entspannen kann, erlebt man auf dem Gelände der Bogensportler im hinteren Bereich des Spießsportzentrums Kasseedorf. Umgeben von hohen Bäumen und dem Schutzwall zur benachbarten Schießbahn hört man nur das Surren der Pfeile, die bis zur Scheibe zehn bis 50 Meter durch die Luft fliegen. Die Konzentration auf den Ablauf: Einlegen, Spannen, Zielen und Auslösen, lässt jeden, der einen Bogen in der Hand hat zu einer inneren Ruhe kommen. Bettina Kleinfeld will auch die Gemeinschaft innerhalb der Sparte nicht missen. Nachdem man im GSV lange Zeit auf den Recurvebogen festgelegt war, wird aktuell auch mit dem Blank- und dem Compoundbogen trainert. Während Blank- und Recurvebogen noch den einfachen Bogen aus Kindertagen erkennen lassen, ist der Compoundbogen mit einer Art Seilzug ausgestattet, der dem Bogensportler hilft die enorme Zugkraft beim Zielen zu halten. Hier kommt auch die körperliche Komponente zum Tragen. Nicht jeder Sportler bringt die erforderliche Kraft auf, die Sehne zu spannen. Neben Zugkraft entwickelt ein Bogenschütze auch seine Rückenmuskulatur. Die Stabilisatoren und das Visier der Bögen machen den Sport zu Teilen auch zur Tüftelei. Um die letzten Reserven aus sich und dem Sportgerät herauszuholen wird viel probiert und getestet und auch die Pfeile sind individuelle Ausrüstungsgegenstände. Wer sich einmal im Bogenschießen versuchen möchte, muss keine teure Ausstattung erwerben. Für Einsteiger hält der GSV vereinseigene Bögen bereit. Begonnen wird mit dem Blankbogen, um dann auf einen leichten Recurvebogen zu wechseln. Wer dann weiter trainieren will, kann Bögen auch mieten. Heute eine gängige Praxis. Nur die Pfeile und andere persönliche Ausrüstungsgegenstände müssen gekauft werden.

Eine Gelegenheit die Bogensportler auf ihrem Trainingsgelände zu treffen, ergibt sich am 27. August beim Tag der offenen Tür im Schießsportzentrum Kasseedorf. Dort wird noch bis Ende September immer dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr trainiert. Für den Winter geht es dann bei gleichen Zeiten in die Mehrzweckhalle nach Griebel.

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erstellt am 06.Aug.2016 | 21:51 Uhr

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