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Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 21:36 Uhr

Glasfaser: Wer bringt Plön das schnelle Netz?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Am Montag trifft der städtische Hauptausschuss eine wichtige Entscheidung

Das Ziel ist von der Bundespolitik definiert: Bis 2018 soll jedem Bürger in Deutschland das Turbo-Internet zur Verfügung stehen. Die Stadt Plön hinkt allerdings ein wenig hinterher. Doch die Zeit drängt.

Eine wichtige Entscheidung zum schnellen Internet in Plön steht am Montag im Plöner Hauptausschuss bevor – allerdings hinter verschlossenen Türen. Es gibt zwei Modelle: Das Leitungsnetz wird einem externen Anbieter übergeben oder die eigenen Stadtwerke Plön Versorgungs GmbH beliefern Plön mit schnellem Internet, wie es in Schleswig-Holstein bereits bei knapp 20 Stadtwerken funktioniert.

Es scheint, dass die politische Mehrheit lieber mit der Deutschen Glasfaser ins Geschäft kommen möchte. Kritiker führen ins Feld, dass ein Unternehmen in den USA Mehrheitseigner der Deutschen Glasfaser ist. Und das Unternehmen sei bekannt dafür, nach einigen Jahren profitable Unternehmen wieder zu verkaufen. Kritiker fürchten auch, dass das für die Plöner Kunden eine „teure Tasse Tee“ werden könnte. Sie würden lieber den eigenen Stadtwerken Plön den Auftrag geben, damit das Geld in Plön bleibt und ein Service direkt in Plön möglich ist.

Die beiden Bürgermeisterkandidaten Stefan Meyer und Lars Winter sprechen sich ebenfalls dafür aus, den Glasfasernetzbau den Stadtwerkern Plön zu übertragen. „Wir sind im Gegensatz zu anderen Städten in der glücklichen Lage, mit unseren Stadtwerken die notwendige Infrastruktur zu besitzen, um ein solches Glasfasernetz in Plön zu errichten. Mit den Stadtwerken Eutin haben wir dabei einen sehr kompetenten und erfahrenen Partner an der Seite“, sagte Stefan Meyer auf OHA-Anfrage.

Und Lars Winter meint: „Plön muss endlich damit beginnen, für sich selbst zu sorgen. Dazu gehört die Stärkung der eigenen Betriebe, zum Beispiel die Stadtwerke.“ Es würden Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Die Wertschöpfung bleibe in der Stadt, die es dann selbst in der Hand habe, zu entscheiden, in welchen Bereichen zuerst mit dem Ausbau begonnen werde.

Der OHA hat sich mit den Möglichkeiten des Breitband- ausbaus in Plön beschäftigt.

 
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erstellt am 07.Jul.2016 | 18:20 Uhr

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