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Ostholsteiner Anzeiger

02. Dezember 2016 | 21:12 Uhr

Gemeinde soll endlich tätig werden

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Feuerwehr wartet seit Juni 2015 auf Ausschreibung für neues Fahrzeug

Eigentlich war eine Entscheidung längst gefallen: Im März 2015 entschied der Feuerwehrausschuss, als Ersatz für ein altes Löschfahrzeug (LF  8) einen 7,5-Tonner zu beschaffen. Die Alternative – ein größeres Fahrzeug zu beschaffen, wurde damals zwar intensiv diskutiert, aber verworfen. Im Juni 2015 bestätigte die Gemeindevertretung den Entschluss. Passiert ist seitdem – nichts.

Am vergangenen Montag stand das Thema statt dessen erneut auf der Tagesordnung des Feuerwehrausschusses. Dort sollte geklärt werden, ob die damalige Entscheidung noch aktuell sei oder ob nicht angesichts der Stationierung eines Katastrophenschutzfahrzeugs mit 2000 Metern Schlauchreserve doch ein anderes Fahrzeug nötig wäre, nämlich ein geländegängiges Großfahrzeug. So trug es der Ausschussvorsitzende Peter Blenski (CDU) vor.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Andree Bendrich machte schnell klar, dass er von dem Vorschlag überhaupt nichts hält. „Wir werfen hier bei jeder Sitzung neue Fahrzeugtypen auf“, kritisierte er. Er frage sich, woher der aktuelle Vorschlag stamme, denn die Gemeindewehrführung wisse nichts davon. „Wir reden von anonymen Menschen, die etwas aufbringen. Wir müssten erst mal wissen, mit welchem Konzept das verbunden ist“, machte Bendrich klar. Eine Antwort bekam Bendrich weder vom Ausschussvorsitzenden noch von der Verwaltung.

Die Gemeindewehr halte ihr Konzept weiterhin für tragfähig, betonte Bendrich. Und das sehe die Anschaffung eines 7,5-Tonners (TSF Sonder) vor, der obendrein wesentlich günstiger zu beschaffen sei als ein größeres Fahrzeug. Dafür habe die Gemeindewehr ein Leistungsverzeichnis vorgelegt.

Angesichts dieser Lage fragte Gemeindevertreter Klaus Schützler (CDU), warum das Fahrzeug nicht längst angeschafft worden sei. Auch SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning äußerte Unverständnis: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum wir die zu Papier stehende Geschichte nicht umsetzen.“ Das vermochte offenbar niemand im Ausschuss zu erkennen. Denn einstimmig votierten die Mitglieder erneut dafür, den von der Gemeindewehr gewünschten 7,5-Tonner anzuschaffen.

Ähnlich verlief die Diskussion um eine ebenfalls bereits beschlossene Neuanschaffung für die Benzer Wehr. Hier trug Blenski die Frage vor, ob das Fahrzeug nicht besser wasserführend sein sollte. Nun war es Gemeindewehrführer Bernd Penter, der diesen Vorschlag mit deutlichen Worten ablehnte. Er verwies darauf, dass in Nüchel – und damit im selben Ausrückebereich – bereits ein Fahrzeug mit Wasser stationiert sei. „Zwei gleiche Fahrzeuge wäre einsatztaktischer Nonsens.“ Auch hier fiel der einstimmige Beschluss, den Beschluss der Gemeindevertretung umzusetzen.

Schließlich bestätigte der Ausschuss auch noch einstimmig seine eigene Empfehlung an die Gemeindevertretung aus dem August, den Sperrvermerk für die Ersatzbeschaffung eines Gebrauchtfahrzeugs für die Neukirchener Wehr aufzuheben. Gemeindewehrführer Bernd Penter soll möglichst bald für bis zu 50  000 Euro in Abstimmung mit der Bürgermeisterin ein Fahrzeug beschaffen.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 12:25 Uhr

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