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Ostholsteiner Anzeiger

03. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Geflügelpest breitet sich aus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Weitere positive Befunde im Kreis Plön / Neue Sperr- und Beobachtungsbezirke eingerichtet

Im Kreis Plön wurden im Bereich des Schaarsees (Gemeinde Schellhorn), des Selenter Sees (Gemeinde Fargau-Pratjau) und des Großen Plöner Sees (Gemeinde Dersau) weitere verendete Wildvögel aufgefunden, bei denen gestern der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 durch das Friedrich-Löffler-Institut nachgewiesen wurde. Das teilte die Kreisverwaltung gestern mit.

Umgehend wurden weitere Sperr- und Beobachtungsbezirke ausgewiesen, in denen ab sofort spezielle Regelungen gelten: Geflügel muss aufgestallt werden und darf vorübergehend nicht gehandelt und transportiert werden (Sperrbezirk: 21 Tage ab dem letzten Geflügelpest-Nachweis; Beobachtungsgebiet: 15 Tage ab dem letzten Geflügelpest-Nachweis). Die Bestände im Sperrbezirk sind regelmäßig klinisch zu untersuchen und es müssen Proben genommen werden. Zudem gelten strenge Biosicherheitsmaßnamen (Stallhygiene, Reinigung, Desinfektion).

Die Kreisverwaltung weist insbesondere noch einmal darauf hin, dass Hunde und Katzen in den Bezirken nicht frei herumlaufen dürfen. Es besteht die Gefahr, dass diese das Virus nach dem Kontakt mit verendeten Vögeln weiter verbreiten. Daher sollte direkter Kontakt von Haustieren mit toten oder kranken Vögeln verhindert werden.

Meldungen über tote Vögel sollten wie bisher an die Ordnungsämter der jeweiligen Stadt- oder Amtsverwaltung gegeben werden. Die Ordnungsämter stellen eine Einsammlung der Tierfunde auf öffentlichem Grund sicher und halten auch für die auf privaten Grundstücken verendeten Tiere entsprechende Sammelstellen bereit. In jedem Falle sollte darauf geachtet werden, die toten Tiere nicht über den Hausmüll zu entsorgen, so die Kreisverwaltung weiter.

Weitere Infos und Karten zur Geflügelpestsituation sind ab sofort auf der Internetseite des Kreises Plön www.kreis-ploen.de abrufbar. Die Aktualisierung erfolgt laufend. Weitere Informationen erhalten Interessierte zudem auf der Internetseite des Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein.

Seit Anfang November wurde die H5N8-Variante in Deutschland mehrfach bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen. Am Wochenende mussten in Schleswig-Holstein 30  000 Hühner in einem Zuchtbetrieb getötet werden, nachdem dort eine Variante der Geflügelpest festgestellt worden war. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 16:24 Uhr

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