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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:10 Uhr

Fremdsprachen an praktischen Übungen gelernt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auf Spanisch oder Französisch den Weg erfragen und sich nach Öffnungszeiten erkundigen! Und das noch im Gespräch mit Muttersprachlern? Als die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrganges des Beruflichen Gymnasiums des Berufsbildungszentrums Plön die Aufgabe erhielten, blickten sie skeptisch, manche fast ängstlich, einige energisch und mutig.

Nach Überlegen, Formulieren, Vokabeln Nachschlagen gingen sie zu zweit in das Touristenbüro. Heraus kamen junge Menschen, die eine neue Erfahrung gemacht hatten, die stolz und erleichtert zugleich waren. „Na klar, es funktioniert – auch ohne Grammatik und kompletten Wortschatz. Der Spanier in der Touristeninformation hat uns geholfen, hat Begriffe, die wir nicht verstehen, erklärt – pantomimisch. Es hat Spaß gemacht und war aufregend“, lautet der Kommentar einer überwältigen Mehrheit der teilnehmenden Schüler.

Sechs Alltagssituationen mussten sie bewältigen: auf einem Madrider Wochenmarkt für einen Salat einkaufen, im Restaurant in Paris und Madrid ein Menü für Vegetarier und Fischliebhaber bestellen, sich mit einem spanischen und französischen Freund verabreden, ein Hotelzimmer buchen oder Kleidung kaufen.

Das französische und spanische Sprachdorf stand kürzlich zum vierten Mal auf dem Stundenplan des Beruflichen Gymnasiums. In der Woche vor den Sommerferien ist es eine besondere Aktion in der gesamten Schule. Sechs Räume samt großem Flur werden zu einem Restaurant, einer Boutique, einem Hotel, einem Marktstand, einer Touristeninformation umgestaltet und dekoriert. Schüler aus dem 12. Jahrgang bereiten in der Lehrküche typisch französische und spanische Speisen und Getränke zu, mit denen sich die „Sprachdörfler“ nach gelungener Kommunikation in der Cafeteria stärken können.

„Besonders schön war, dass wir Muttersprachler aus sieben verschiedenen Ländern in unserer Schule begrüßen konnten: aus Frankreich, Spanien, Mexiko, Puerto Rico, Kolumbien, Peru und Chile. So konnten die Spanisch erlernenden Schüler Unterschiede in der Aussprache und Intonation der Muttersprachler erkennen – eine ganz besondere Erfahrung, für die man sonst viel gereist sein muss“, so die Spanischlehrerin Ina Jagemast.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 11:58 Uhr

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